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Wirtschaftsforscher: "Die deutsche Wirtschaft steht heute an einem Wendepunkt."


Experte im Podcast  

"Die deutsche Wirtschaft steht heute an einem Wendepunkt"

15.03.2021, 16:49 Uhr | t-online, Ursula Weidenfeld

Wirtschaftsforscher: "Die deutsche Wirtschaft steht heute an einem Wendepunkt.". Marcel Fratzscher: Der DIW-Präsident rechnet nicht mit einer schnellen Erholung der Wirtschaft. (Quelle: dpa/Daniel Naupold)

Marcel Fratzscher: Der DIW-Präsident rechnet nicht mit einer schnellen Erholung der Wirtschaft. (Quelle: Daniel Naupold/dpa)

Alles deutet auf den Beginn einer dritten Welle in Deutschland hin. Hält die Wirtschaft einen weiteren Lockdown aus? Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung blickt mit Sorge in die Zukunft.

Die deutsche Wirtschaft ist bisher besser durch die Pandemie gekommen, als vorhergesagt wurde – doch bleibt es dabei? Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat Zweifel. "Die deutsche Wirtschaft steht heute an einem Wendepunkt", sagte er im Podcast "Tonspur Wissen" von t-online und der Leibniz-Gemeinschaft. "Aber ich befürchte, wir sind zu optimistisch."

Erneute Schließungen und Restriktionen könnten einen Jo-Jo-Effekt auslösen, der "langfristigen, permanenten Schaden für die Wirtschaft" bedeute. Fratzscher fordert daher weitere Corona-Hilfen von der Regierung und eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes.

Hören Sie hier die komplette Folge und abonnieren Sie den Podcast kostenlos bei Spotify oder Apple Podcasts:

"Man sollte jetzt mehr Gewicht auf Geschwindigkeit legen", so Fratzscher mit Blick auf die Auszahlung von Überbrückungshilfen. Außerdem kritisierte der Wirtschaftsforscher die "überbordende Bürokratie" bei der Beantragung der Gelder.

Diese sei "eine mittlere Katastrophe". Werde hier nicht nachgebessert, werden zehntausende Unternehmen pleite gehen und das führe zu "weniger Wachstum, weniger Potenzial, mehr Arbeitslosigkeit, auch über die nächsten vier, fünf Jahre."

Die Schwächsten leiden am meisten

Auch bei der Verteilung der Corona-Hilfen sieht Fratzscher noch Potenzial zur Verbesserung. Denn mittlerweile sei klar: "Die schwächsten Unternehmen leiden häufig am meisten." Dazu zählt der Ökonom auch kleine und junge Firmen, denen zu wenig geholfen werde. Das sei besonders problematisch, denn "die schaffen neue Ideen, die schaffen Innovationen, die schaffen Veränderung."

Für Fratzscher steht fest: "Staat und Unternehmen müssen in den kommenden Jahren sehr eng zusammenarbeiten." Ansonsten seien die großen Herausforderungen in den Bereichen Klimaschutz und Digitalisierung nicht zu stemmen.

Warum wir keine Angst vor einer Inflation haben sollten und warum sich die Corona-Hilfen für den Staat langfristig rechnen könnten, erfahren Sie in der Podcast-Folge von "Tonspur Wissen".

Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online und der Leibniz-Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Die Spezial-Folgen von "Tonspur Wissen" zum Coronavirus finden Sie hier in der Übersicht.

Verwendete Quellen:

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