Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Staatsfinanzen: Die Chronik der Griechenlandkrise


Staatsfinanzen  

Die Chronik der Griechenlandkrise

01.07.2010, 19:59 Uhr | apn, dapd

Staatsfinanzen: Die Chronik der Griechenlandkrise. Griechenland: Die Regierung hat das Sparpaket geschnürt (Foto: Reuters)

Griechenland: Die Regierung hat das Sparpaket geschnürt (Foto: Reuters)

Eigentlich beinhalten die Verträge zur EU-Währungsunion eine sogenannte "No-bailout"-Klausel. Das bedeutet, dass andere Staaten nicht für die Schulden eines EU-Mitgliedslandes haften oder dafür aufkommen. Damit sollte die Eigenverantwortung der Länder für ihre Staatsfinanzen gestärkt werden. Im Fall von Griechenland hat dies aber nicht funktioniert. Das Land muss mit Milliardenhilfen anderer EU-Staaten vor dem Bankrott bewahrt werden. Hier die Chronik der Griechenlandkrise.

Oktober 2009: Die neue griechische Regierung revidiert die Staatsverschuldung drastisch auf 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach oben. Eigentlich liegt die Schuldengrenze bei drei Prozent.

16. Dezember 2009: Standards and Poor's stuft als zweite Ratingagentur die Kreditwürdigkeit Griechenlands herab und beflügelt damit Spekulationen auf eine Staatspleite. Der Risikoaufschlag auf griechische Staatsanleihen schießt nach oben, der Euro gibt nach.

11. Februar 2010: Die EU garantiert Griechenland politische Unterstützung, aber noch kein Hilfspaket.

25. März 2010: Die Eurogruppe sagt Griechenland ein Hilfspaket freiwilliger bilateraler Kredite unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu. Gewährt werden die Kredite aber nur im äußersten Notfall (Ultima Ratio), wenn die Eurostabilität insgesamt in Gefahr gerät.

11. April 2010: Die Finanzminister der Eurogruppe einigen sich auf Einzelheiten des dreijährigen Hilfspaketes: Es soll im ersten Jahr ein Volumen von 45 Milliarden Euro haben, zwei Drittel übernehmen die Euromitglieder. Der deutsche Beitrag für 2010 wird von der Bundesregierung auf 8,4 Milliarden Euro beziffert.

23. April 2010: Griechenland beantragt das Hilfsprogramm.

27. April 2010: Standards and Poor's stuft Griechenland auf Schrottstatus herab, die Risikoaufschläge schießen weiter nach oben.

2. Mai 2010: Internationaler Währungsfonds, Europäische Zentralbank (EZB) und EU-Kommission einigen sich mit der griechischen Regierung auf ein Sanierungsprogramm. Ein Sondertreffen der Eurogruppen-Finanzminister berät über die Freigabe der Kredithilfe.

3. Mai 2010: Das Bundeskabinett beschließt ein Blitzgesetz zur Gewährung des deutschen Anteils an den Krediten.

5. Mai 2010: Bei schweren Krawallen in der griechischen Hauptstadt Athen sterben in einer Bank drei Menschen, als das Gebäude von Randalierern angezündet wird. Auch in den Tagen zuvor hatte es Streiks und Proteste gegen die Sparpläne gegeben, mit denen die griechische Regierung ihren Haushalt in den nächsten Jahren sanieren will.

7. Mai 2010: Bundestag und Bundesrat sollten über das Gesetz abstimmen.

Um den 10. Mai 2010: Ein Sondergipfel der Eurogruppe soll das endgültige grüne Licht geben.

19. Mai 2010: Griechenland muss bis zu 8,5 Milliarden Euro aufnehmen, um fällig werdende Schulden zu begleichen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal