Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

US-Ökonom Roubini fordert Ausweitung des Euro-Rettungsfonds


US-Ökonom Roubini fordert Ausweitung des Euro-Rettungsfonds

14.12.2010, 12:15 Uhr | AFP, AFP

US-Ökonom Roubini fordert Ausweitung des Euro-Rettungsfonds. Nouriel Roubini ist Professor für Ökonomie an der Stern School of Business in New York (Foto: Reuters)

Nouriel Roubini ist Professor für Ökonomie an der Stern School of Business in New York (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Immer mehr Experten bezweifeln, dass der 750 Milliarden Euro schwere Rettungsschirm ausreicht, um der Euro-Krise Herr zu werden. Nun fordert auch der bekannte US-Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini eine deutliche Ausweitung des Rettungsschirms durch die Euro-Länder. Andernfalls riskierten sie einen Zusammenbruch der Eurozone, sagte Roubini der französischen Tageszeitung "Le Monde". Wegen seiner Untergangsszenarien wird Roubini in der Öffentlichkeit auch als "Dr. Doom" bezeichnet. Roubini hatte die Finanz- und Wirtschaftskrise korrekt vorausgesagt.

Roubini kritisiert hohe Verschuldung in Frankreich

Immer wieder warnte der Ökonom vor der hohen Staatsverschuldung als eine der Ursachen für die Euro-Krise. In der Zeitung "Le Monde" äußerte sich der Froscher auch kritisch zu den hohen Staatschulden in Frankreich. Der US-Ökonom beurteilt die Haushaltslage Frankreichs so schlecht wie die von Spanien oder Portugal. Die Schulden könnten die Investoren "eines Tages beunruhigen".

Drei Szenarien sind möglich

Angesichts der Verschuldung in der Eurozone und den Verwerfungen an den Devisenmärkten hält Roubini mittlerweile drei Szenarien für möglich. Demnach könnte erstens der Rettungsschirm, unter den sich bislang nur Irland geflüchtet hat, in der Schuldenkrise helfen und die Finanzmärkte beruhigen. Dafür müsste aber der Umfang des Fonds von bislang 750 Milliarden Euro vergrößert werden, sagte Roubini.

Mehr Koordination in der Steuerpolitik

Helfen könnte es der Eurozone demnach auch, die Steuerpolitik besser zu koordinieren. Dies würde den Staaten erlauben, ihre "Probleme strukturell zu lösen", sagte der Ökonom. Allerdings müssten die Länder dafür einen Teil ihrer Souveränität abgeben, was insbesondere für Deutschland und Irland schwierig erscheine.

Roubini warnt vor Umschuldung

Das dritte Szenario ist dem Wirtschaftswissenschaftler zufolge eine Umschuldung verschuldeter Staaten. Die Gläubiger der Staatsanleihen müssten dann auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Dies würde einige Länder allerdings dazu zwingen, die Eurozone zu verlassen und diese daher zusammenbrechen lassen, sagte Roubini.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal