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Angela Merkel: Deutsche sollen an Euro glauben


Euro-Krise  

Merkel: Deutsche sollen an Euro glauben

16.12.2010, 14:41 Uhr | AFP, dapd, dpa-AFX, t-online.de , dpa-AFX , AFP , dapd

Euro-Krise hin oder her: Vor dem EU-Gipfel in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Deutschen aufgefordert, an den Euro und Europa zu glauben. Der Euro habe in Deutschland Millionen Arbeitsplätze gesichert, sagte sie der "Bild"-Zeitung. Gemeinsamen Anleihen der Euro-Länder hingegen erteilte die Bundeskanzlerin erneut eine Absage. Den Streit um die Euro-Bonds mit Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker erklärte die Kanzlerin für beigelegt.

Deutsche sollen Euro verteidigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte der Zeitung außerdem, Deutschland sei gut durch die Wirtschaftskrise gekommen, weil die Menschen keine Angst gehabt und große Gelassenheit gezeigt hätten. "Diese Entschlossenheit und Zuversicht brauchen wir jetzt weiter." An Europa und den Euro zu glauben, sich nicht beirren zu lassen, sei "schon die Hälfte der Lösung". In Deutschland sichere der Euro Millionen Arbeitsplätze. "Wir haben allen Grund, ihn zu verteidigen", so Merkel.

Ersparnisse sind sicher

Auch die Ersparnisse der Deutschen seien nach wie vor nicht in Gefahr. "Was Herr Steinbrück und ich vor gut zwei Jahren gesagt haben, gilt und hat sich ja auch bewahrheitet", sagte die Kanzlerin weiter. Auch für Griechenland und Irland würden derzeit nur Garantien gegeben und kein einziger Euro sei bislang verloren. "Alle Experten bestätigen, dass Griechenland und auch Irland die Schuldenlasten, also Zins und Tilgung, auf Dauer schultern können".

"Spekulanten haben keine Chance"

Zugleich appellierte Merkel an die EU-Staats- und Regierungschefs, beim EU-Gipfel Geschlossenheit zu zeigen. Das solle zeigen: "Der Euro steht für keinen von uns in Frage. Spekulanten haben keine Chance".

Gemeinsamen Anleihen der Euro-Länder dagegen erteilte die CDU-Vorsitzende erneut eine klare Absage. "Mit sogenannten Eurobonds würden die Schwächen in Europa nicht beseitigt, sondern nur auf alle gemeinsam umgelegt. Und verschuldete Staaten hätten keinen Druck mehr, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen." Allerdings müsse sich die EU weiter entwickeln und enger zusammenrücken. "Wir brauchen mehr Harmonie in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, eine Art Wirtschaftsregierung in Europa auf der Basis gemeinsamer Stabilitätsregeln", forderte die Kanzlerin.

Streit mit Juncker beigelegt

Ihren Streit mit Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker um die Eurobonds sehe sie jedoch als ausgeräumt an: "Jean-Claude Juncker und ich haben ausführlich telefoniert und die Sache längst ausgeräumt. Wo es um so viel geht, spielen eben auch Emotionen mal eine Rolle".

Juncker, auch Chef der Eurogruppe, hatte sich sehr verärgert über Merkels Widerstand gegen seinen Vorschlag der Vergemeinschaftung von Schuldenrisiken mit sogenannten Eurobonds geäußert. Dies sei "eine sehr uneuropäische Art europäische Geschäfte zu erledigen" und "ein bisschen simpel", hatte er gesagt. Sein Außenminister Jean Asselborn hatte Deutschland und Frankreich eine "gewisse Überheblichkeit und Arroganz" vorgeworfen.

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