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Banker rechnen mit Pleite eines Eurolandes


Banker rechnen mit Pleite eines Eurolandes

12.01.2011, 07:53 Uhr | dpa, dpa, t-online.de

Banker rechnen mit Pleite eines Eurolandes. Eurokrisenländer: Wer geht als erster unter? (Foto: imago)

Eurokrisenländer: Wer geht als erster unter? (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Eurokrise wird in Europa deutliche Spuren hinterlassen - bis hin zu einer Staatspleite. Das ist die Meinung von fast der Hälfte der deutschen Bankmanager. Das geht aus dem halbjährlichen Bankenbarometer der Beratungsfirma Ernst & Young hervor. Ausgewertet wurden die im Dezember gegebenen Antworten von Führungskräften aus 120 Banken in Deutschland.

Auf die Frage "Erwarten Sie derzeit den Ausfall staatlicher Schuldner in Europa?" antworteten 47 Prozent mit "Ja", eine knappe Mehrheit von 53 Prozent mit "Nein". Unter denen, die mit Ausfällen rechnen, glaubt knapp die Hälfte an kurzfristige Verluste (22 Prozent aller Befragten), die übrigen mit mittelfristigen Problemen, erläuterte ein Sprecher. Negative Auswirkungen von Ausfällen auf ihr eigenes Institut erwarteten 25 Prozent der Befragten.

Banken halten kaum schlechte Staatsanleihen

"Die große Mehrheit der befragten Banken dürfte kaum oder keine Papiere der wackelnden Staaten halten und hat daher auch keine direkten Ausfälle zu befürchten", sagte der Leiter des Bereiches Financial Services bei Ernst & Young, Claus-Peter Wagner. Außerdem hätten sich die Papiere von schwachen Euro-Ländern durch die Maßnahmen der EZB stabilisiert. Hintergrund ist, dass die EZB Staatsanleihen von gefährdeten Staaten aufkauft und damit die Märkte stützt. Bis Ende vergangener Woche waren es rund 74 Milliarden Euro.

Sollte es tatsächlich aber zur Zahlungsunfähigkeit eines Staats kommen, hätte dies katastrophale Folgen, warnte Wagner. "Sollten massive Abschreibungen bei einigen großen Häusern nötig werden, würde dies zu erneuten Turbulenzen im gesamten Wertpapiermarkt führen."

Krisenländer müssen mehr Zinsen zahlen

Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen von schwachen Euroländern waren vergangene Woche wieder gestiegen. Griechenland und Irland haben bereits Hilfen anderer EU-Länder und des Internationalen Währungsfonds angenommen, die mit harten Auflagen verbunden sind. Portugal lehnt Hilfen derzeit ab. Auch Spanien ist an den Kapitalmärkten unter Druck.

Derweil hat Japan erklärt, Euro-Anleihen kaufen zu wollen. Das Land will damit der Eurozone unter die Arme greifen. Die Regierung "denkt darüber nach", mehr als 20 Prozent der von der "Europäischen Finanz-Stabilitäts-Fazilität" (EFSF) geplanten Staatsanleihen zu erwerben, kündigte der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda in Tokio an.

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