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Euro-Krise: Die EZB sieht nur eine Schuldenkrise


Euro-Krise: EZB sieht nur eine Schuldenkrise

14.01.2011, 13:50 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

Euro-Krise: Die EZB sieht nur eine Schuldenkrise. Euro-Krise: Für die Europäische Zentralbank steckt der Euro in keiner Krise (Foto: imago)

Euro-Krise: Für die Europäische Zentralbank steckt der Euro in keiner Krise (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Portugal, Irland oder Griechenland: Viele europäische Randstaaten ringen mit gigantischen Defiziten - der Pleitegeier kreist über ihnen. Experten sprechen von einer Euro-Krise; manch einer prophezeit der Gemeinschaftswährung (siehe Euro/Dollar-Kurs) ihr baldiges Ableben. Solchen Schmährufen tritt die Europäische Zentralbank (EZB) nun entschieden entgegen. "Wir befinden uns nicht in einer Euro-Krise", sagte das EZB-Ratsmitglied Yves Mersch dem Luxemburger Tageblatt.

Schuldenkrise statt Euro-Krise

Mersch ist der Präsident der Luxemburger Zentralbank und redete nun Klartext in Sachen Euro-Krise. Denn die Gemeinschaftswährung stünde keinesfalls unter Druck. Vielmehr handle es sich um eine Schuldenkrise von einigen Euro-Staaten. Mersch wies auch den Gedanken zurück, dass EZB Anleihen von Euro-Staaten auf Druck der Politik kaufe. Die Entscheidung sei im Gegenteil von der EZB alleine getroffen worden, um als Ausgleich für nicht funktionierende Finanzmärkte zu wirken.

Der Zentralbanker sieht auch keine Versagen der Maastricht-Kriterien. Sie seien "vielmehr nicht eingehalten worden. Und zwar weder im Falle des Beitritts zur Eurozone" noch später. Er sprach sich dafür aus, auf eine strengere Einhaltung der Stabilitätsregeln zu achten und forderte von der Politik, weniger von Krisenbewältigung und mehr von Krisenprävention zu reden. "Die Lösung lautet: Das Potentialwachstum muss wieder auf drei Prozent ansteigen", sagte Mersch. Und das erreiche man nur mit Strukturreformen, sowie durch Investitionen in Bildung und Forschung. Doch hier habe Europa, und vor allem Luxemburg, großen Aufholbedarf.

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