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Sparkasse: Werben um griechische Krisen-Flüchtlinge


Werben um griechische Krisen-Flüchtlinge

12.05.2011, 10:27 Uhr | bv mit dpa, t-online.de

Sparkasse: Werben um griechische Krisen-Flüchtlinge. Stadtsparkasse München: Beratung für Griechen (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Stadtsparkasse München: Beratung für Griechen (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Die Schulden- und Euro-Krise hat viele Griechen bereits vergangenes Jahr veranlasst, ihr Geld ins Ausland zu schaffen. Zweistellige Milliardenbeträge wurden abgezogen. Und der Abfluss hält offenbar an. Über eine der Auswirkungen in Deutschland berichtete jetzt die "Bild"-Zeitung: Die Münchner Stadtsparkasse bietet ausdrücklich Kundenberatung auf griechisch an, wie auf einem Aufkleber direkt am Eingang zu lesen ist.

Die Zeitung zitierte einen Kundenberater mit den Worten: "Wir haben bereits rund 500 griechische Kunden. Und gerade jetzt gibt es immer mehr, die sich erkundigen, wie man ein Konto eröffnen kann." Grund sei die Sorge, dass die heimischen Banken kollabierten, wenn es zu einer Umschuldung komme.

Probleme in Griechenland

Die Krise ihres Landes versetzt viele Griechen offenbar in eine Art Schockstarre. In den Städten mussten viele Geschäfte schließen, weil die Bürger ihr Geld zusammenhalten - zusammenhalten müssen, denn vielen Arbeitnehmern wurden die Löhne um teils mehr als 20 Prozent gekürzt, wie Gewerkschaften bekanntgaben. Die griechische Wirtschaft schrumpfte 2010 um 4,5 Prozent.

Das Land befindet sich in einer Rezessionsspirale. Und viele wissen nicht, wie es weitergehen soll: "Ich habe den Eindruck, ich befinde mich in einem Labyrinth und einer schreit hinter mir los! Los! Lauf! Nur wo soll ich hin", sagte ein griechischer Rentner. Seine zwei Enkel seien arbeitslos. Er selbst müsse sich gelegentlich etwas Geld von seiner Tochter leihen, um über die Runden zu kommen.

"Rette sich, wer kann"

Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist auf mehr als 15 Prozent hochgeschnellt, Tendenz stark steigend. Und Arbeitslosengeld gibt es nur für ein Jahr. Dazu kommt: Der träge Staatsapparat kann nicht die Schattenwirtschaft erfassen - die Steuereinnahmen hinken dem Plan um etwa 1,5 Milliarden hinterher.

So fließt inzwischen nicht nur Geld sondern auch Humankapital aus dem Land ab. Gut ausgebildete junge Leute wandern aus. Für viele Griechen lautet das Motto: "Rette sich, wer kann".

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