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Dollar: Weltbank sieht Ende seiner Herrschaft


Weltbank prophezeit Ende der Dollar-Herrschaft

18.05.2011, 15:40 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

Dollar: Weltbank sieht Ende seiner Herrschaft. Ist das Ende des Dollars als Leitwährung nahe? (Foto: imago) (Quelle: imago)

Ist das Ende des Dollars als Leitwährung nahe? (Foto: imago) (Quelle: imago)

Ein riesiger Schuldenberg und eine dümpelnde Wirtschaft: Die Vereinigten Staaten stecken tief in der Krise. Ausgerechnet die US-geführte Weltbank sagt jetzt das Ende des Dollars als Leitwährung voraus. Die Zukunft könnte dem chinesischen Yuan gehören - oder dem Euro.

Bei den Exporten und beim Wachstum hat China die USA längst überholt. Und seit Monaten arbeitet die Regierung in Peking an einer Strategie, die Bedeutung des Yuan weltweit auszuweiten und den Dollar als Leitwährung abzulösen. Dass dies keine Utopie ist, hat nun die Weltbank offiziell festgestellt. Laut einem Bericht, aus dem die "Financial Times" zitiert, rechnen die Ökonomen damit, dass der Dollar bis 2025 seine führende Stellung in der Weltwirtschaft verlieren wird.

Weltbank erwartet Währungskonkurrenz

Doch dass sich dann automatisch der Yuan als Leitwährung etabliert, damit rechnet die Weltbank nicht. Sie prophezeit ein System, in dem mehrere Währungen miteinander konkurrieren - und in dem der Euro (siehe Euro/Dollar-Kurs) sogar den Ton angeben könnte. Voraussetzung sei aber, dass die Gemeinschaftswährung die aktuelle Schuldenkrise gut überstehe.

Experten rechnen schon länger mit dem Bedeutungsverlust des Dollars, doch es dürfte die USA schmerzen, dass nun auch die Weltbank offiziell die US-Währung ein Stück weit abschreibt. Denn die Institution wird von dem US-Amerikaner Robert Zoellick geführt.

Steigende Macht der Schwellenländer

Dessen Ökonomen begründen ihre Prognose mit der steigenden Macht der Schwellenländer. Die Experten rechnen damit, dass Brasilien, China, Indien, Indonesien, Russland und Südkorea bis 2025 mehr als die Hälfte des globalen Wachstums auf sich vereinen. "Die Balance des weltweiten Wachstums und der Vermögensanlagen wird sich zugunsten der aufstrebenden Länder verschieben", schrieb der Autor der Weltbank-Studie, Mansoor Dailami.

Demnach werden Schwellenländer in den kommenden 14 Jahren eine Wachstumsrate von 4,7 Prozent erreichen. Zum Vergleich: Etablierten Wirtschaftsnationen wird für den selben Zeitraum ein Wachstum von 2,3 Prozent vorausgesagt. Die wirtschaftliche Machtverschiebung werde sich durch die Verlagerung von Geldströmen, länderübergreifende Firmenfusionen und Übernahmen bemerkbar machen, sagen die Weltbank-Experten. Damit werde dann auch die Veränderung im Währungssystem einhergehen.

China überholt bis 2016 die USA

Eine Leitwährung bringt auch politische Macht mit sich. Bisher ist der Dollar als Leitwährung unumstritten. Die USA sind die Wirtschaftsmacht Nummer eins auf dem Weltmarkt. Doch Experten prognostizieren, dass die Volksrepublik den Vereinigten Staaten bis 2016 den Rang als größte Wirtschaftsmacht abläuft. Schon jetzt sind die hochverschuldeten USA von China finanziell enorm abhängig. Washington hat in Peking Schulden in Höhe von 1,16 Billionen Dollar.

"Die gegenwärtige Dominanz des Dollars könnte um das Jahr 2025 herum zu Ende gehen und durch ein Währungssystem ersetzt werden, in dem der Dollar, der Euro und der Yuan als ebenbürtige Währungen gelten", schreiben die Weltbank-Experten in ihrem Szenario.

Chinesen halten Yuan künstlich niedrig

Dass sie dem Euro im Wettstreit um die Leitwährung sogar bessere Chancen als dem Yuan einräumen, dürfte an der restriktiven Währungspolitik der Regierung in Peking liegen. Sie will das Wachstum im eigenen Land fördern, indem sie über die Währung auch die Wirtschaft kontrolliert. So feuert die Volksrepublik ihre Exporte an, indem sie den Yuan niedrig hält.

Eigentlich funktionieren die Gesetze des Marktes anders: Wenn Exporte steigen, wird auch die Währung stärker. Weil damit die Produkte teurer werden, lässt in der Regel die Nachfrage nach. Das Wachstum wird gebremst. Für andere Länder würden sich dagegen die Importchancen verbessern. China fürchtet aber die Folgen des freien Marktes: Etwa, dass die Währung zu schnell zu stark wird. Ein frei konvertierbarer Yuan könnte China zudem zum Ziel von Spekulanten werden lassen. Die Weltbank-Experten plädieren für eine weniger strenge Kontrolle des Yuan. Dies könne helfen, die Schere zwischen Chinas wirtschaftlicher Stärke auf der einen Seite und die Fixierung auf ausländische Währungen auf der anderen Seite zu schließen.

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