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IWF: China verlangt Mitsprache bei Postenvergabe


Chinesen wollen Europäern IWF-Posten abjagen

23.05.2011, 13:10 Uhr | dpa, AFP, AFP, dpa, t-online.de

IWF: China verlangt Mitsprache bei Postenvergabe. Jiang Yu, die Sprecherin des Außenministeriums (Foto: AFP) (Quelle: AFP)

Jiang Yu, die Sprecherin des Außenministeriums (Foto: AFP) (Quelle: AFP)

Dominique Strauss-Kahn ist seit wenigen Stunden nicht mehr IWF-Chef und schon beginnt das Gerangel um den einflussreichen Posten. Traditionell beanspruchen die Europäer die Leitung des Währungsfonds. Doch nun intervenieren die Chinesen: auch die Schwellenländer sollen bei der Wahl eines Nachfolgers ein gehöriges Wörtchen mitreden. Sie verweisen auf die Grundsätze der "Gerechtigkeit, Transparenz und Leistung", die solch eine Wahl bestimmen sollten. "Grundsätzlich glauben wir, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer in den Spitzenpositionen vertreten sein sollten", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu.

Chinesen machen Europäern Chefposten streitig

Durch den rasanten Aufstieg der Schwellenländer in der Weltwirtschaft drängen Staaten wie China, Indien oder Brasilien auf mehr Mitsprache in internationalen Institutionen wie IWF oder Weltbank. Mit erstem Erfolg: Seit der Reform des Währungsfonds hat China als zweitgrößte Volkswirtschaft eine größeres Gewicht. Diesen Bedeutungszuwachs wollen die Chinesen nun ausbauen. Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda plädierte ebenfalls für einen "offenen und transparenten Prozess" für die Auswahl des neuen IWF-Chefs. Zur Frage, ob Japan, das der zweitgrößte Beitragszahler des IWF ist, einen Favoriten für den Direktorenposten habe, wollte sich Noda nicht äußern.

In chinesischen Zeitungen mehren sich auf jeden Fall die Stimmen, es müsse ein Ende haben, dass die Europäer immer den IWF-Chef stellten. In Spekulationen wurden schon der frühere Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank und heutige Berater von Strauss-Kahn, Zhu Min, oder der amtierende Zentralbankchef Chinas, Zhou Xiaochuan, als potenzielle Kandidaten genannt. Die Zeitung "China Daily" zitierte aber auch Li Daokui, einen Berater der Zentralbank für Geldpolitik, der für einen Vertreter aus einem "kleinen und neutralen Land" plädierte.

Deutschland drängt auf europäischen IWF-Chef

Dagegen drängen Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble auf einen europäischen IWF-Chef. Und Merkel forderte eine schnelle Entscheidung. "Ich vertrete die Meinung, dass wir einen europäischen Kandidaten vorschlagen sollten." Zu möglichen Kandidaten äußerte sie sich nicht. Dazu werde es Gespräche in der Europäischen Union geben. Merkel begründete den europäischen Anspruch unter anderem mit den anhaltenden Problemen in der Eurozone. Außerdem sei der Franzose Strauss-Kahn vor Ablauf seiner regulären Amtszeit zurückgetreten. Möglicherweise seien die Schwellenländer für dieses Argument zugänglich.

Auch die EU-Kommission setzt sich für einen starken europäischen Bewerber ein. "Es ist nur selbstverständlich, dass sich die Mitgliedstaaten der EU als größte Geber des Fonds auf einen starken und kompetenten Kandidaten einigen", sagte die Sprecherin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Falls die Europäer zum Zuge kommen, gilt derzeit die französische Finanzministerin Christine Lagarde als aussichtsreichste Kandidatin. Daneben ist aber auch der ehemalige Bundesbank-Chef Axel Weber ein heißer Kandidat für den Chefposten.


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