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Lotto in Spanien: Staat will mit Jackpot Kasse machen


Spanien will "den Dicken" verkaufen

25.05.2011, 13:18 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

Lotto in Spanien: Staat will mit Jackpot Kasse machen. Die spanische Weihnachtslotterie sorgt regelmäßig für Feierlaune (Foto: Reuters)

Die spanische Weihnachtslotterie sorgt regelmäßig für Feierlaune (Foto: Reuters)

Sie ist ein spanisches Kulturgut: die Weihnachtslotterie "der Dicke" , organisiert von der staatlichen Lottogesellschaft. Nun will die Regierung das Unternehmen offenbar privatisieren - und den weltweit größten Glücksspielkonzern schaffen.

Sie gehört fast so sehr zu Spanien wie Stierkampf und Flamenco: die staatliche Lotteriegesellschaft Loterías y Apuestas del Estado. Jedes Jahr organisiert sie "El Gordo", eine äußerst populäre Weihnachtslotterie, die allein im vergangenen Jahr Preise im Gesamtwert von 2,3 Milliarden Euro auszahlte. Doch einem Bericht der "Financial Times" (FT) zufolge will sich der Staat nun von dem Traditionsunternehmen trennen. Die Lotterie solle privatisiert und zu 30 Prozent an die Börse gebracht werden, berichtet die Zeitung.

Weltweit größter Glücksspielkonzern

Mit dem Börsengang entstünde dem Bericht zufolge der weltweit größte Glücksspielkonzern. Die Lotterie würde sogar den US-Konzern Las Vegas Sands überholen. Dieser machte kürzlich Schlagzeilen mit dem Plan, in Spanien eine Kopie des US-Spielerparadieses zu errichten.

Lottospielen ist in Spanien Volkssport. Laut "FT" gab 2009 jeder Spanier im Durchschnitt 210 Euro für Lotterielose aus, was Einnahmen von insgesamt 9,8 Milliarden Euro ergeben habe. Allein die Staatslotterie machte einen Nettogewinn von fast drei Milliarden Euro, von dem 2,92 Milliarden an den spanischen Staat flossen.

Schuldenkrise belastet Spanien

Neben Griechenland und Portugal steht Spanien derzeit in der Schuldenkrise besonders unter Druck. Zwar liegt die spanische Staatsverschuldung deutlich unter der anderer Euro-Staaten, inklusive Deutschland. Doch eine geplatzte Immobilienblase und hohe Arbeitslosigkeit machen dem Land zu schaffen.

Die Regierung von Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero hat dem Land einen strikten Sparkurs auferlegt. Seit der vergangenen Woche protestieren landesweit Zehntausende vor allem jugendliche Spanier gegen die desolate Lage und das aus ihrer Sicht verkrustete politische System. Zapateros Sozialisten mussten bei der Kommunalwahl am Samstag eine herbe Niederlage einstecken.

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