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Schuldenkrise: Neuer französischer Plan für Griechenland?


Schuldenkrise  

Neuer französischer Plan für Griechenland

29.06.2011, 15:34 Uhr | dapd, dapd

Schuldenkrise: Neuer französischer Plan für Griechenland?. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy (Foto: Reuters)

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy (Foto: Reuters)

Frankreich hat nach einem Bericht der Zeitung "Le Figaro" einen neuen Plan zur Beteiligung der Banken an der Griechenland-Hilfe ausgearbeitet. Der Plan werde seit dem EU-Gipfel am Freitag in Europa diskutiert, berichtete die Zeitung. Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte die Pläne mittlerweile. Demnach sollen den privaten Gläubigern griechische Staatsanleihen über eine Laufzeitverlängerung schmackhaft gemacht werden, die nur für 50 Prozent der Schulden Griechenlands bei Banken gelten soll.

Schulden-Laufzeit soll auf 30 Jahre verlängert werden

Die 50 Prozent der neuen Schuldtitel sollten eine Laufzeit von 30 Jahren erhalten, mit einem Zins, wie ihn Griechenland dem Rettungsschirm zahlen müsse, plus einem Zins, der sich an der griechischen Wachstumsrate orientieren könnte. Das Pariser Finanzministerium und französische Finanzinstitutionen wie die Bank BNP Paribas schlagen dagegen vor, insgesamt 70 Prozent der auslaufenden griechischen Schulden zu verlängern, berichtet "Le Figaro".

Weitere 20 Prozent ohne Zinsen

Die zusätzlichen 20 Prozent sollten in einen Fonds mit Papieren von hoher Qualität gesteckt werden, die mit einem Nullcoupon ausgestattet würden, berichtete die Zeitung weiter. Sie würden also zunächst keine Zinsen abwerfen, sondern die Zinsen würden wieder in den Fonds gesteckt und auf diese Weise die neuen griechischen Schulden so absichern, wie es sonst die öffentlichen Garantien getan hätten. Zinszahlungen würden dann insgesamt erst bei Fälligkeit geleistet. Bedeutsam für den Vorschlag sei eine Sitzung des weltweiten Privatbankenverbands International Institute of Finance, das am (heutigen) Montag in Rom zusammenkomme.

Staatliche Garantien für Banken?

Auch in Deutschland laufen derzeit Verhandlungen über eine freiwillige Beteiligung von Banken und Versicherern an einem weiteren Rettungspaket für Griechenland, berichtet die "Zeit" in ihrer Online-Ausgabe. Aus der Branche wurden Forderungen nach wirtschaftlichen Anreizen wie staatlichen Garantien laut. Dies lehnt Finanzminister Wolfgang Schäuble allerdings ab. Seinen Worten zufolge sollen bei der Sitzung der Eurogruppe am 3. Juli genaue Zahlen vorliegen, wie hoch der Beitrag der privaten Gläubiger europaweit ausfällt.

Bundesregierung glaubt an Griechen-Zustimmung

Deutschland rechnet derweil mit einer Zustimmung des griechischen Parlaments für das umstrittene Sparpaket der Regierung in Athen. "Wir gehen davon aus, dass sie diese Maßnahmen beschließen werden", sagte Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen in Berlin. Die Euro-Finanzminister könnten dann bei ihrem Treffen im Kern das neue Hilfsprogramm für Griechenland vereinbaren. Sollte die Parlamentsmehrheit in Athen wider Erwarten nicht erreicht werden, müsse die Euro-Zone aber darauf vorbereitet sein.

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