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Wirtschaftsweiser warnt: Euro-Schuldenkrise kommt zurück


Schuldenkrise  

Wirtschaftsweiser warnt: Euro-Schuldenkrise kocht wieder hoch

02.08.2011, 14:16 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Wirtschaftsweiser warnt: Euro-Schuldenkrise kommt zurück. Lars Feld ist sich sicher: Es wird ein heißer Herbst (Foto: dpa)

Lars Feld ist sich sicher: Es wird ein heißer Herbst (Foto: dpa)

Die Schuldenkrise in der Eurozone wird nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Lars Feld die Finanzmärkte spätestens im Herbst wieder in Aufruhr versetzen. "Wir werden im Herbst neue Nervositäten erleben", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

"Ich erwarte, dass die Zweifel der Märkte spätestens im September zurückkommen. Sie werden hinterfragen, ob die Hilfen für Griechenland ausreichen und ob andere Länder genügend fiskalpolitische Disziplin üben." Das zuletzt geschnürte Rettungspaket für Griechenland reiche nicht aus, um das Land in eine stabile Finanzlage zu versetzen.

Schuldenschnitt war nicht groß genug

Der Wirtschaftsweise forderte erneut einen größeren Schuldenschnitt mit stärkerer Beteiligung privater Gläubiger. "Die privaten Gläubiger bekommen jetzt 80 Prozent des Nennwertes, obwohl die Papiere am Markt nur noch 50 Prozent wert sind", sagte er. "Damit werden Spekulanten für ihre riskante Strategie auch noch belohnt und subventioniert." Der Ökonom, der seit Anfang März dem Sachverständigenrat der Bundesregierung angehört, sieht die Eurozone derzeit an einem kritischen Punkt. "Die Politik muss jetzt das Richtige tun und darf sich keine Fehler leisten."

Feld warnt vor Transferunion

Eine echte Transferunion wäre aus Sicht des Experten Feld ein Fehler. "Dass Transfers sinnvoll eingesetzt werden, kann kaum jemand kontrollieren", sagte er. Die Schulden einzelner Länder zu Schulden aller zu machen sei ebenfalls das falsche Signal. "Der Einsatz der EFSF (Europäische Finanzstabilitätsfazilität oder europäischer Rettungsschirm) für Griechenland muss also eine Ausnahme bleiben."

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