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Soros: Deutschland schuld an Eskalation der Eurokrise


Eurokrise  

Soros: Deutschland schuld an Eskalation der Eurokrise

12.08.2011, 19:49 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

Soros: Deutschland schuld an Eskalation der Eurokrise. George Soros gibt Deutschland Schuld an Eskalation der Eurokrise (Foto: imago) (Quelle: imago images)

George Soros gibt Deutschland Schuld an Eskalation der Eurokrise (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Der US-amerikanische Großinvestor George Soros hat Deutschland die Hauptschuld an der Eskalation der Euro-Schuldenkrise gegeben. "Es war das deutsche Zögern, das die Griechenland-Krise verstärkte und zu der Ansteckung führte, die sie in eine Existenzkrise für Europa verwandelte", schreibt der Milliardär in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

Es sei ein Fehler gewesen, für Zahlungsausfälle nicht die Europäische Union, sondern jeweils die einzelnen Länder bürgen zu lassen.

Soros fordert die Einführung von Euro-Anleihen

Soros plädierte daher für die Einführung von Euro-Anleihen, die gemeinschaftlich und nicht von einzelnen Staaten herausgegeben werden. "Andernfalls bricht der Euro zusammen." Deutschland müsse dabei vorangehen. Er halte die jetzige Konstruktion mit Krediten für Griechenland und einem von verschiedenen Ländern garantierten Rettungsschirm (EFSF) für untragbar: So müssten Italien und Spanien mehr Zinsen für ihre Staatsanleihen zahlen, als sie selber von Griechenland für Stützungskredite erhalten.

Merkels Ansatz zu langsam

Die bisher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgte Politik der kleinen Schritte sei zu langsam, kritisierte der Finanzier. Der 80 Jahre alte Soros häufte mit Spekulationsgewinnen ein riesiges Vermögen an und engagiert sich in verschiedenen Stiftungen für eine "offene Gesellschaft".

Deutscher Nobelpreisträger: Momentane Lage ist beherrschbar

Der einzige deutsche Wirtschaftsnobelpreisträger, Reinhard Selten, hat hingegen die momentane Lage als beherrschbar beurteilt. "Selbst Griechenland hat noch genügend Spielraum." Der Wirtschaftswissenschaftler forderte eine Neuauflage des Stabilitäts- und Währungspaktes in der Eurozone. "Am Ende muss ein neuer Vertrag stehen, der wechselseitige Hilfe umfasst und im Gegenzug eine strengere Aufsicht über den, der die Regeln nicht einhält."

Selten verteidigte auch die Einführung des Euro. Die aktuellen Probleme in der Eurozone lägen nicht an der Währung, sondern an der Täuschung bei finanzpolitischen Kennzahlen Griechenlands und der allgemeinen Überschuldung. "Staaten haben immer eine Tendenz dazu, sich finanziell zu übernehmen, seit der Antike schon", sagte der Bonner Ökonom der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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