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USA: Bernanke warnt vor Schuldenkrise


Gigantisches Defizit  

USA: Bernanke warnt vor Schuldenkrise

04.02.2011, 17:06 Uhr | oca, dpa, dpa

USA: Bernanke warnt vor Schuldenkrise. US-Zentralbankchef Ben Bernanke (Foto: Reuters)

US-Zentralbankchef Ben Bernanke (Foto: Reuters)

Die Schulden der USA haben gigantische Dimensionen erreicht. Schätzungen zufolge stehen die Vereinigten Staaten mit etwa 14 Billionen Dollar in der Kreide. Dieses Jahr sollen noch 1,5 Billionen Dollar dazu kommen. Zuviel meint US-Zentralbankchef Ben Bernanke und warnt vor einer Schuldenkrise. Er rief Regierung und Parlament zu entschlossenen Schritten auf, das Haushaltsdefizit und steigende Staatsschulden in den Griff zu bekommen. Falls dies nicht gelingen sollte, könnte dies letztlich dazu führen, dass Investoren der Regierung kein Geld mehr leihen, meinte Bernanke. "Ab einem gewissen Punkt wären die Vereinigten Staaten in einer Position, in der sie nur noch den Staatsbankrott erklären könnten. Die Folgen davon für unser Finanzsystem, für unsere Finanzpolitik und für die Wirtschaft wären katastrophal“, sagte er vor dem nationalen Presseclub in Washington, berichtet das "Handelsblatt"

Das jährliche Etatdefizit liege bei derzeit durchschnittlich neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sagte Bernanke. Noch drei Jahre vor der schweren Wirtschaftskrise habe es bei lediglich zwei Prozent gelegen. Das Problem sei: Selbst wenn sich die Wirtschaftslage wieder völlig normalisiert habe, werde das Defizit auf einer unhaltbaren Höhe bleiben oder gar weiter wachsen - falls die Politik sich nicht zu einer "bedeutenden Änderung" in der Finanzpolitik durchringen könne.

Bernanke: Teures Gesundheitssystem

Falls die Staatsausgaben wie bisher weiterwachsen sollten, "gäbe es ernsthafte wirtschaftliche und finanzpolitische Folgen", fügte Bernanke hinzu. Ausdrücklich verwies er auf zwei große Ausgabenposten, den Gesundheitssektor und steigende Kosten für die immer älter werdende Bevölkerung. Entscheidend sei der politische Wille, die Probleme in den Griff zu bekommen.

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