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Griechische Fahnder fangen Steuersünder


Griechische Fahnder fangen Steuersünder

18.08.2011, 11:39 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, t-online.de, dpa-AFX

Griechische Fahnder fangen Steuersünder. Griechischen Steuersündern soll es verstärkt an den Kragen gehen  (Foto: rtr)

Griechischen Steuersündern soll es verstärkt an den Kragen gehen (Foto: rtr)

Im hochverschuldeten Griechenland haben Steuerfahnder mehrere Fälle krasser Steuerhinterziehung ans Tageslicht gebracht. Ins Netz gegangen sind den Ermittlern skurrile Steuerbetrüger vom Astrologen bis hin zu Universitätsprofessoren.

Einnahmen am Steueramt vorbeigeschleust

Monatelang haben die griechischen Steuerfahnder systematisch 2000 Fälle größerer Geldeinlagen von Privatpersonen geprüft und nach der Herkunft des Geldes gesucht. Dabei wurde unter anderem ein Astrologe entdeckt, der vier Millionen Euro "gespart" hatte. Dem Steueramt hatte er keine Einnahmen gemeldet. Dies bestätigte der Chef der Behörde für Steuerfahndung (SDOE) Nikos Lekkas der Nachrichtenagentur dpa.

Millionen Euro für Forschungsprogramme nicht angegeben

Auf der Liste der Steuerhinterzieher stehen nach Angaben des Chef-Steuerfahnders auch Ärzte, Star-Friseure, Rechtsanwälte und Reiseagenturen. Selbst Universitätsprofessoren wurden als Steuerbetrüger enttarnt: 300 von ihnen hatten insgesamt mehr als 1,8 Millionen Euro für Forschungsprogramme kassiert und dies dem Steueramt nicht gemeldet. "Die alle werden jetzt zur Kasse gebeten. Und sie werden hohe Strafen zahlen", sagte Lekkas.

Tipps von Nachbarn setzen Fahnder auf die Spur

Eine Reiseagentur hatte Luxusvillen in Griechenland für 15.000 bis 30.000 Euro die Woche an reiche Ausländer vermietet, die Häuser waren aber als leer stehend angemeldet. In vielen Fällen hätten Hinweise von Nachbarn die Steuerfahnder auf die lukrativen Geschäfte aufmerksam gemacht, berichteten griechische Medien.

19.000 Hinweise bei Telefon-Hotline

Dazu gibt es in Griechenland seit fast drei Jahren eine Hotline, die Hinweise entgegennimmt. Die Zahl der Anrufer hat sich nach offiziellen Angaben seit 2009 fast vervierfacht. Allein 2010 seien 19.000 solcher Steuerhinterziehungshinweise per Telefon eingegangen, wie die Athener Zeitung "Kathimerini" berichtete.

Ist skurrile Massenerblindung Sozialbetrug?

Auch Sozialbetrug belastet den griechischen Staatshaushalt und nimmt immer skurrilere Formen an. Erst Anfang August hatte eine vermeintliche Massenerblindung auf einer griechischen Insel die Behörden auf den Plan gerufen. Mehr als 600 Bewohner eines Eilands im Ionischen Meer erhalten die staatliche Unterstützung für Blinde. Das Gesundheitsministerium hat eine Untersuchung angeordnet, die klären soll, ob die Insulaner sich die Staatshilfe unberechtigter Weise erschlichen haben.

Expertenhilfe aus Brüssel

Der Kampf gegen die Steuerhinterziehung soll ab September auch von der EU unterstützt werden - mit Experten aus Brüssel, die ihren griechischen Kollegen mit technischem Wissen unter die Arme greifen. Sie sollen nicht nur im Finanzministerium sondern auch in allen anderen Ressorts in Athen sitzen.

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