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Warum gibt es Nachahmer?


3. Teil: Warum gibt es Nachahmer?

20.08.2011, 11:47 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

Warum gibt es Nachahmer?. Daniel Gros vom Centre for European Policy Studies (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Daniel Gros vom Centre for European Policy Studies (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Auch wenn die genaue Höhe des Griechen-Pfands noch nicht klar ist und die EU das Abkommen noch stoppen kann - die Vereinbarung entfaltet schon jetzt ihre zersetzende Kraft. Auf die Forderung aus Finnland haben bereits vier andere Euro-Länder reagiert: Österreich, Slowenien, Slowakei und die Niederlande pochen auf Gleichbehandlung. Die Motive dabei sind unterschiedlich:

  • Slowenen und Slowaken missfällt schon länger, dass sie für deutlich wohlhabendere Länder in die Bresche springen sollen. Die Slowakei verweigerte aus diesem Grund sogar ihre Beteiligung am ersten Griechenland-Hilfspaket.
  • Beide Länder können zudem darauf verweisen, dass ihnen bei ihrem EU-Beitritt von Anfang an mehr Haushaltsdisziplin abverlangt wurde als etwas Griechenland. Ihre Schuldenanteile an der Wirtschaftskraft liegen unter 45 Prozent - nicht einmal ein Drittel der griechischen Quote. Das reduziert die Gefahr, selbst in den Schuldenstrudel zu geraten - und damit die Hilfsbereitschaft.
  • In den Niederlanden üben ähnlich wie in Finnland Rechtspopulisten der "Partei für die Freiheit" von Geert Wilders starken Druck auf die Regierung aus. Wilders lehnt die EU-Hilfen kategorisch ab und forderte bereits eine Abmachung nach finnischem Vorbild.
  • Österreich wäre ähnlich wie Finnland und Niederlande von einer Pleite der Hellenen weniger bedroht: Im Vergleich zu Frankreich und Deutschland haben die Banken dieser Länder nur geringe Forderungen gegenüber Griechenland. Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter fordert, dass nur Länder mit geringen Forderungen an Griechenland ein Pfand verlangen dürfen. Fekters Argument: Länder mit hohen Forderungen würden bereits durch das jüngste Rettungspaket begünstigt. Das sieht vor, dass private Gläubiger ihre alte Hellas-Anleihen gegen neue, vom EFSF garantierte Papiere tauschen können.

Experten: "Viele Länder in Osteuropa haben massiv von der EU profitiert"

Experten kritisieren die Egoismen der Euro-Staaten. "Viele Länder in Osteuropa haben massiv von der EU profitiert", sagt Jürgen Matthes vom arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). "Wenn diese jetzt so egoistisch handeln, ist das extrem problematisch." Daniel Gros vom Centre for European Policy Studies spricht von einem Kleine-Länder-Syndrom. "Staaten wie Österreich und Holland verstecken sich im Schatten großer Länder wie Deutschland und drücken sich um ihre europäische Verantwortung."

1. Teil: Euro-Länder spielen sich als Pfandleiher auf

2. Teil: Was genau fordert Finnland?

3. Teil: Warum gibt es Nachahmer?

4. Teil: Wie teuer wird der Streit für Europa?

5. Teil: Bricht jetzt die Euro-Zone auseinander?

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