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Griechen-Rettung droht an mangelnder Bankenbeteiligung zu scheitern


Griechen-Rettung droht an mangelnder Bankenbeteiligung zu scheitern

29.08.2011, 13:39 Uhr | dapd, dapd

Griechen-Rettung droht an mangelnder Bankenbeteiligung zu scheitern. Griechenland kämpft weiter gegen den Schuldenberg. (Quelle: Reuters)

Griechenland kämpft weiter gegen den Schuldenberg. (Quelle: Reuters)

Die im Juli verabredete Griechenland-Rettung droht an der mangelnden Beteiligung von Fonds und Banken zu scheitern: Athen warnte in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die Euro-Finanzminister, man werde die von Berlin durchgeboxte Privatsektorbeteiligung platzen lassen, wenn nicht mindestens 90 Prozent aller fälligen Staatsanleihen in Papiere mit günstigeren Konditionen umgetauscht werden. Das war das vom Euro-Sondergipfel angepeilte Ziel. In den vergangenen Wochen haben sich aber Hinweise verdichtet, der Anteil werde nicht erreicht. In diesem Fall würde Griechenland draufzahlen statt zu profitieren.

Möglicher Rückschlag für Berlin

Sollte die Rettung scheitern, müsste das am 21. Juli mühsam ausgehandelte Paket von 109 Milliarden Euro völlig neu aufgeschnürt werden. Es wäre auch ein harter Rückschlag für Berlin. Denn die Privatsektorbeteiligung war vor allem auf Druck von Bundeskanzlerin Angela Merkel Bestandteil des zweiten Rettungspaketes.

Nur könnte die komplizierte Rechnung nicht aufgehen. Denn die Banken lassen sich ihre neuen, für Athen günstigeren Papiere absichern. Und das kostet bis 2020 rund 42 Milliarden Euro. Nach ursprünglichen Schätzungen würde die griechische Schuldenlast im gleichen Zeitraum um 54 Milliarden Euro reduziert. Aber wenn die angepeilten 90 Prozent nicht zusammenkommen, bliebe unter dem Strich ein Minus, so fürchtet man in Athen.

Beteiligung erst bei 60 bis 70 Prozent?

EU-Kommissionssprecher Amadeu Altafaj-Tardio versuchte zu beschwichtigen. Die Verhandlungen dauerten an, und es gebe "keinen Grund zur Annahme", dass das Ergebnis "deutlich" unter den angepeilten 90 Prozent liegen werde. Doch noch ist der Beitrag nicht zusammen. Das "Wall Street Journal" zitierte am Freitag einen Sprecher des Internationalen Bankenverbandes (IIF), wonach erst 60 bis 70 Prozent der Banken und Fonds mit Griechen-Papieren auch tatsächlich ihre Beteiligung beabsichtigen. "Aber wir erwarten, dass der Anteil noch steigt", zitierte das Blatt den IIF-Sprecher.

Die Zeit wird knapp

Viel Zeit bleibt nicht. Mitte September benötigt Athen die nächsten Notkredite der Europartner und des Internationalen Währungsfonds, damit es nicht in die Pleite rutscht. Die Märkte bleiben extrem skeptisch. Die Risikoaufschläge für zweijährige griechische Staatsanleihen schossen in dieser Woche auf über 40 Prozent - ein Anzeichen dafür, dass die Investoren schon bald mit dem Bankrott rechnen.

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