Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

IWF: Schuldenkrise kostet Banken 300 Milliarden Euro


IWF: Schuldenkrise kostet Banken 300 Milliarden Euro

22.09.2011, 17:01 Uhr | dpa, dpa

IWF: Schuldenkrise kostet Banken 300 Milliarden Euro. IWF: Die europäische Schuldenkrise belastet die Banken massiv (Quelle: imago images)

IWF: Die europäische Schuldenkrise belastet die Banken massiv (Quelle: imago images)

Die Euro-Schuldenkrise schlägt bei den Banken in der EU nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds bislang mit schätzungsweise 300 Milliarden Euro zu Buche. 200 Milliarden davon rührten direkt von Beständen an Anleihen von Schuldenstaaten her, heißt es im jüngsten IWF-Bericht zur Stabilität des globalen Finanzsystems, der am Mittwoch in Washington vorgelegt wurde. Weitere etwa 100 Milliarden Euro kämen noch einmal durch Finanzverbindungen von Geldhäusern untereinander dazu.

Einige Banken hätten bereits den Zugang zu privaten Kapitalquellen verloren, befindet der Bericht. Dadurch erhöhe sich das Risiko neuer Kreditengpässe und Belastungen der Konjunktur. Um gegenzusteuern, müsse die Politik "glaubhafte Strategien" zum Schuldenabbau vorlegen und die Belastbarkeit der Banken erhöhen.

Veränderungen bei Kreditausfallversicherungen

Der IWF betrachtete für die Berechnung der direkten Belastungen der Banken durch die Schuldenkrise die Veränderungen bei Kreditausfallversicherungen (CDS) auf Staatsanleihen der ursprünglichen Problemländer Griechenland, Irland und Portugal, aber auch Belgien, Italien und Spanien seit 2010. Über diesen Weg kalkulierten die Fonds-Experten die Anleihewerte nach Marktpreisen. Der Fonds unterstreicht jedoch, dass die genannten Summen nicht einen Kapitalbedarf der europäischen Banken darstellten.

Unterm Strich hätten sich die Risiken für die Finanzstabilität in den vergangenen Monaten erheblich erhöht, meint der IWF. In der Eurozone habe politischer Streit innerhalb von Ländern wie auch zwischen Staaten, die Hilfestellung leisten, eine dauerhafte Lösung behindert, kritisiert der Weltwährungsfonds weiter.

Zweifel an US-Schuldendeal

In den USA wüchsen unterdessen die Zweifel, ob die Politik in Washington zu einer Einigung auf eine mittelfristige Haushaltskonsolidierung imstande sei - ein Schritt, der für die globale Stabilität von entscheidender Bedeutung sei.

Dieses "schwache Politik- und Finanzmarktumfeld" lasse die Sorge um Ausfallrisiken wachsen. "Die Risiken sind größer geworden, und die Zeit läuft ab, um Schwachpunkte anzugehen, die das globale Finanzsystem und die Konjunkturerholung gefährden."

Banken brauchen mehr Geld

Mit Blick auf die europäischen Banken hatte IWF-Chefökonom Olivier Blanchard erst am Dienstag die Haltung des Weltwährungsfonds bekräftigt, Banken notfalls auch zwangsweise mit öffentlichem Kapital zu versorgen. Es wäre immer der wünschenswertere Weg, wenn Geldhäuser frisches Kapital aus privaten Quellen erhielten, erklärte Blanchard in Washington. Komme es aber nicht dazu, "macht es Sinn, sie (die Banken) dazu zu zwingen, öffentliche Mittel zu akzeptieren". Der Vorschlag war in der Bankenwelt auf entschiedene Kritik gestoßen.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hatte am Dienstag in Brüssel erklärt, noch mehr europäische Banken benötigten frisches Geld. Die Lücke gehe über die neun Geldhäuser hinaus, die bei den europaweiten Stresstests im Juli durchgefallen waren und nun ihr Eigenkapital aufstocken müssten. An den Finanzmärkten kursieren schon länger Befürchtungen, dass eine Pleite des Schuldensünders Griechenland enorme Löcher in die Bilanzen europäischer Geldhäuser - vor allem in Frankreich und Italien - reißen könnte.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sparen Sie 35% auf Sofas, Betten, Gartenmöbel u.m.*
jetzt zur Power Shopping Week bei XXXLutz
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe