Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen & Verbraucher >

Verzweifelter Sparkurs: Griechenland entlässt tausende Beamte

Griechenland entlässt tausende Beamte

22.09.2011, 13:29 Uhr | dapd, dpa, AFP, bv, dpa, dapd, AFP, t-online.de

Verzweifelter Sparkurs: Griechenland entlässt tausende Beamte. Griechenland beschließt weitere Sparmaßnahmen (Quelle: imago images)

Griechenland beschließt weitere Sparmaßnahmen (Quelle: imago images)

Im Kampf gegen die drohende Staatspleite greift die griechische Regierung zu immer drastischeren Mitteln. Nun sollen tausende Staatsbedienstete entlassen werden, wie ein Sprecher der Regierung am Mittwochabend in Athen mitteilte.

Es würden mehr Stellen im öffentlichen Dienst auf Teilzeitbasis umgestellt als bislang geplant, zudem werde es weitere Rentenkürzungen geben, sagte der Sprecher nach einer sechseinhalbstündigen Kabinettssitzung. Betroffen von den Kürzungen sind Renten über 1200 Euro im Monat sowie die Renten von denjenigen, die unter 55 Jahre alt sind - hier sollen 20 Prozent gestrichen werden. Außerdem soll der Steuerfreibetrag von 8000 auf 5000 Euro sinken.

Arbeitsreserve mit Aussicht auf Jobverlust

Die Zahl der öffentlichen Bediensteten, die nur noch auf Teilzeit beschäftigt werden, soll in diesem Jahr von 20.000 auf 30.000 erhöht werden. Die Betroffenen sollen zunächst in eine sogenannte Arbeitsreserve geschickt werden, ein großer Teil von ihnen könnte binnen zwölf Monaten den Job verlieren.

Athen braucht dringend Geld

Zuvor hatte Finanzminister Evangelos Venizelos bereits im Parlament für weitere finanzielle Einschnitte geworben. An den Vortagen hatte er mit den Experten der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) telefoniert, von deren Urteil die Auszahlung einer dringend benötigten weiteren Tranche aus dem milliardenschweren Hilfspaket abhängt.

"Ja, wir brauchen neue Sparmaßnahmen", sagte Venizelos vor dem Parlament. "Wegen der Rezession, wegen der schwierigen Situation und wegen der Schwäche der Regierung, die nicht die verlangten Ergebnisse erzielt hat." Griechenland werde aber "immer Mitglied der Eurozone bleiben", erklärte der Minister. Die Gewerkschaften sind weiter gegen Sparmaßnahmen und kündigten einen Generalstreik an.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK


shopping-portal