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Griechische Beamte besetzen Ministerien

Griechische Beamte besetzen Ministerien

29.09.2011, 19:20 Uhr | dpa, dpa

Griechische Beamte besetzen Ministerien. Protestaktionen in der griechischen Hauptstadt (Quelle: dpa)

Protestaktionen in der griechischen Hauptstadt (Quelle: dpa)

Neuen Anlauf zur Rettung Griechenlands haben die Finanzkontrolleure der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) genommen: Die so genannte Troika hat ihre Arbeit wieder aufgenommen. Sie traf zunächst Finanzminister Evangelos Venizelos in Athen. Allerdings wurde die "Troika" mit Streiks und Protesten von griechischen Beamten empfangen.

Zweitägiger Streik angekündigt

Aus Protest gegen bevorstehende Entlassungen blockierten hunderte Beamte den Eingang des Finanzministeriums. "Wir werden zwei Tage hier bleiben", erklärte ein Demonstrant. Damit wollen die Protestierenden symbolisch die Kontakte der "Troika" mit der Regierung behindern.

Auch Taxifahrer und Klinikärzte legten die Arbeit nieder

Die Eingänge weiterer fünf Ministerien wurden ebenfalls blockiert. Von den Balkonen und aus den Fenstern hingen Transparente mit dem Spruch: "Wenn das Unrecht zum Gesetz wird, ist Widerstand Pflicht." Die Taxifahrer streikten den zweiten Tag in Folge. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern legten die Arbeit für drei Stunden nieder und behandelten nur Notfälle.

EFSF-Billigung stimmt optimistisch

Das Gespräch mit Venizelos verlief jedoch "in einem konstruktiven Klima", wie es aus dem Finanzministerium hieß. Die Treffen sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Venizelos begrüßte in einer Erklärung die Billigung des Schutzschirmes (EFSF) durch den deutschen Bundestag. Das mache ihn optimistisch, dass bald alle Länder entsprechende Beschlüsse fassen. Die sei "lebenswichtig" für den Euro und die Eurozone, erklärte Venizelos.

Mit einem Ergebnis der Prüfung der Kontrolleure wird nicht vor Anfang kommender Woche gerechnet. Geben die Experten kein grünes Licht für die Auszahlung der nächsten Tranche der Finanzhilfe in Höhe von acht Milliarden Euro, ist das Land nach offiziellen Angaben Mitte Oktober zahlungsunfähig.

Eurogruppe entscheidet Mitte Oktober über Milliardenhilfe

Nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird die Eurogruppe voraussichtlich am 13. Oktober über die nächste Milliardenhilfe für Griechenland entscheiden. "Die Entscheidung ist offen", sagte Schäuble im Bundestag. Schäuble betonte, man müsse den Bericht der "Troika" von Europäern und Internationalem Währungsfonds (IWF) abwarten. Auch müsse geschaut werden, wie Athen auf längere Sicht wieder wettbewerbsfähig werden könne.

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