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Griechenland-Krise: Athen verfehlt sein Sparziel


Athen verfehlt Sparziel - Börsen sacken ab

05.10.2011, 12:29 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Griechenland-Krise: Athen verfehlt sein Sparziel. Griechenland wird sein Defizitziel nicht erreichen (Quelle: dpa)

Griechenland wird sein Defizitziel nicht erreichen (Quelle: dpa)

Neuer Schock in der Schuldenkrise: Allen Bemühungen zum Trotz hat Athen sein Sparziel klar verfehlt. Die Troika aus Europäischer Union (EU), Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) hatten mit den Griechen verabredet, die Verschuldung auf 7,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu drücken. Jetzt gab das griechische Finanzministerium bekannt, das Defizit lediglich auf 8,5 Prozent senken zu können. Die Nachricht schockte die internationalen Aktienmärkte. Asiens Börsen rauschten am Morgen in den Keller. Und auch in Europa zieht es die Indizes gen Süden.

Griechische Wirtschaft schrumpft

Die Griechen bekommen damit ihr Schuldenproblem einfach nicht in den Griff. Aufgrund der schwachen Konjunktur werde die griechische Wirtschaft in diesem Jahr um 5,5 Prozent schrumpfen, heißt es in der Erklärung des Ministeriums. Für nächstes Jahr wird ein Defizit von 6,8 Prozent des BIP erwartet.

Der griechische Ministerrat verabschiedete am Sonntagabend den Haushalt für 2012, der erstmals ohne Neuverschuldung auskommen soll. Das Budget sieht Einsparungen von insgesamt 6,6 Milliarden Euro vor. Dies sei mit der Troika vereinbart worden.

30.000 Beamte entlassen

Um die Ausgaben zu drücken, will Athen zudem erstmals seit mehr als 100 Jahren Staatsbedienstete entlassen. Auch darüber beriet der Ministerrat unter Vorsitz von Ministerpräsident Giorgos Papandreou. Offizielle Erklärungen dazu gab es zunächst aber nicht.

Konkret geht es um bis zu 30.000 Stellen. Wie griechische Medien übereinstimmend berichteten, sollen bis Jahresende etwa 20.000 Staatsbedienstete, die ein bis zwei Jahre vor der Pensionierung stehen, in Frührente gehen. Weitere 1000 Stellen sollen im Zuge von Behördenschließungen ganz wegfallen. Weitere 6000 bis 7000 auf Zeit beim Staat Beschäftigte sollen ebenfalls gehen. Auch 3000 Angestellte bei Betrieben, die vom Staat abhängig sind, sollen entlassen werden.

Griechen reißen Aktienmarkt in den Keller

Die griechische Schulden-Tragödie belastete damit abermals die Börsen weltweit. Der Euro sackte auf den tiefsten Stand seit acht Monaten. Die Börsen in Asien, die aufgrund der Zeitverschiebung am frühen Morgen bereits mit dem Handel begannen, sackten heftig ab. Der Hang Seng in Hongkong verlor fast fünf Prozent. Der DAX sackte um über drei Prozent ab.

Ein Börsianer wertete die Nachricht aus Athen als negativ und verwies dabei auf den Kursverlauf des Euro. Analyst Cameron Peacock von IG Markets meinte: "Die große Frage ist nun, was die Märkte von weiteren Verlusten abhalten könnte." Wegen des Tages der Deutschen Einheit rechnen Börsianer mit nur geringer Handelsaktivität.

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Wirtschaft
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