Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Trichet sieht Euro als Währung nicht in Gefahr


Trichet sieht Euro als Währung nicht in Gefahr

12.10.2011, 15:57 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Trichet sieht Euro als Währung nicht in Gefahr. Der scheidende EZB-Präsident Jean- Claude Trichet (Quelle: Reuters)

Der scheidende EZB-Präsident Jean- Claude Trichet (Quelle: Reuters)

Der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean Claude Trichet, sieht den Euro als Währung nicht in Gefahr. Er forderte die Länder der Europäischen Union (EU) auf, der Erweiterung der Europäischen Finanz-Stabilisierungs-Fazilität (EFSF) zuzustimmen.

Trichet sieht Finanzstabilität in Gefahr, nicht den Euro

Trotz Schuldenkrise ist der Euro nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nicht in Gefahr. "Der Euro als Währung ist offensichtlich nicht in Gefahr", sagte Trichet der Zeitung "Die Welt". Gefährdet sei allerdings die Finanzstabilität im Euroraum, schränkte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) ein. Dies habe auch die Wirkung der Geldpolitik beeinträchtigt, weswegen die Notenbank eine Reihe von Krisenmaßnahmen ergriffen habe. Seit langem stellt die EZB den Geschäftsbanken in erheblichem Maße Liquidität zu einem sehr niedrigen Preis zur Verfügung und kauft Staatsanleihen krisengeschwächter Euro-Länder.

EZB agierte in der Krise vorsichtiger als die Fed

Das Risiko, dass die anhaltend hohe Liquiditätszufuhr zu einer hohen Geldentwertung führen könnte, sieht Trichet nicht. "Diese Furcht ist völlig unbegründet." So handele es sich bei den Käufen von Staatsanleihen nicht um eine sogenannte "quantitative Lockerung" zur Konjunkturstützung, wie sie insbesondere die US-Notenbank Fed betreibt. "Wir entziehen rigoros die gesamte Liquidität, die wir zur Verfügung gestellt haben." Die EZB-Bilanz sei infolge der Krisenmaßnahmen zwar um 77 Prozent ausgeweitet worden, die der Fed aber um 226 Prozent. "Dies gibt Aufschluss über unsere relative Vorsicht in dieser sehr gravierenden Krise", so Trichet.

EFSF soll keine Banklizenz bekommen

Abermals forderte der Notenbankchef eindringlich die Euro-Länder auf, die im Sommer beschlossene Ausweitung des Rettungsschirms EFSF umzusetzen. Trichet bekräftigte darüber hinaus seine Absage der Idee, dem EFSF eine Banklizenz auszustellen, um sich so bei der EZB refinanzieren zu können.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal