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Euro-Krise: G20 mahnen Europa zur Eile


Euro und Banken  

G20 fordern Europäer zu Eile in der Schuldenkrise auf

17.10.2011, 12:06 Uhr | AFP, AFP

Euro-Krise: G20 mahnen Europa zur Eile. G20-Treffen in Paris - beleuchtete Pont Neuf (Quelle: dpa)

G20-Treffen in Paris - beleuchtete Pont Neuf (Quelle: dpa)

Die schwelende Schuldenkrise sorgt sowohl im Westen als auch in den aufstrebenden Emerging Markets für Unruhe. Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) drängen daher auf eine rasche Lösung der Euro-Krise durch die Europäer. Bei einem Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs in Paris forderte die Gruppe überzeugende Entscheidungen beim EU-Gipfel am 23. Oktober. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sprach sich für einen Alleingang der Europäer bei der Finanztransaktionssteuer aus.

EU-Alleingang bei Finanzsteuer

Zur Finanztransaktionssteuer sagte Schäuble, diese müsse in Europa eingeführt werden, da es "derzeit nicht realistisch" sei, dafür eine weltweite Regelung zu beschließen.

Bei der Finanzmarktregulierung sollen laut Schäuble auch weltweit systemrelevante Banken besonderen Kapitalanforderungen unterworfen werden. Eine Liste dieser Banken solle beim G20-Gipfel Anfang November im französischen Cannes vorliegen, kündigte Schäuble an.

Der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, sagte, vor den G-20-Staaten liege die Aufgabe, "das Weltfinanzsystem viel solider" zu gestalten. Das Finanzsystem könne auf keinen Fall "so zerbrechlich" bleiben, wie es derzeit sei, sagte Trichet dem Sender Europe 1.

Aus den Schwierigkeiten in der Eurozone lasse sich lernen, dass es nicht nur "Empfehlungen", sondern notfalls auch "Sanktionen" geben müsse. Der Europäische Rat müsse auf Vorschlag der Kommission entsprechende Entscheidungen treffen können.

Alles wartet auf den EU-Gipfel

Schäuble hob nach dem Treffen in Paris hervor, dass die Europäer entschlossen seien, beim EU-Gipfel am 23. Oktober "die notwendigen Beschlüsse mit einem umfassenden Lösungsansatz" zustande zu bringen. Der französische Finanzminister François Baroin sagte, die Ergebnisse des EU-Gipfels würden "entscheidend" sein.

US-Finanzminister Timothy Geithner lobte die Überlegungen der Europäer: "Der Plan umfasst die richtigen Elemente."

Banken-Kapitalisierung im Fokus

Die Europäer werden laut Schäuble dafür sorgen, dass die europäischen Banken mit ausreichend Kapital ausgestattet sind. Zuvor hatte er auch eine zwangsweise Kapitalisierung systemrelevanter Banken in Europa nicht ausgeschlossen, obwohl sich die Institute dagegen wehren.

Eine höhere Eigenkapitalquote von neun Prozent bis zur Jahresmitte 2012 wird von Frankreich unterstützt. Die Quote beschreibt das Verhältnis vom Kapital einer Bank zu ihren risikobehafteten Geschäften. Auch für die griechischen Schulden, für die ein zusätzlicher Verzicht auf Forderungen im Gespräch ist, werde eine Lösung gefunden werden, sagte Schäuble.

Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou zeigte sich überzeugt, dass die Europäer sein Land "zum Ausgang aus der Krise geleiten" würden. Eine Bankrotterklärung Athens wäre für das Gros seiner Landsleute "eine wahre Katastrophe", sagte Papandreou der Zeitung "Protothema". Seine Regierung werde weiter dafür kämpfen, dass Griechenland "nicht aus dem Euro aussteigt".

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