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Wettbewerb: Lord Simon Wolfson will Euro-Ausstieg


Dieser Lord will den Euro versenken

19.10.2011, 12:54 Uhr | dpa, bv, dpa, t-online.de

Wettbewerb: Lord Simon Wolfson will Euro-Ausstieg. Lord Wolfson sucht die besten Ideen für den Euro-Ausstieg (Quelle: Next, imago)

Lord Wolfson sucht die besten Ideen für den Euro-Ausstieg (Quelle: Next, imago)

Großbritannien hat den Euro zwar nicht eingeführt - er wird im Land höchstens als Zweitwährung akzeptiert. Dennoch macht sich der britische Unternehmer und Oberhaus-Abgeordnete Lord Simon Wolfson Gedanken darüber, wie die Euro-Länder ihre taumelnde Währung wieder loswerden könnten. Wolfson schrieb einen Wettbewerb für das beste Konzept zum Euro-Ausstieg aus. Der Gewinner bekommt 250.000 Pfund (286.000 Euro).

Lord Wolfson teilte mit, dass der Wettbewerb über die konservative Londoner Denkfabrik Policy Exchange organisiert wird und den Namen Wolfson Economic Prize trägt. Er richtet sich an internationale Spitzenwissenschaftler. Die Experten sollten sich Gedanken darüber machen, wie der Euro in stabilere Währungen überführt werden könne.

Hohe Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaftler

Der Preis soll einmalig verliehen werden und ist nach Angaben des Initiators die höchstdotierte Auszeichnung für einen Wirtschaftswissenschaftler nach dem Nobelpreis. Bezahlt wird das Preisgeld aus der Familienstiftung des Lords, dem Charles Wolfson Family Trust. Der Trust hat nach eigenen Angaben jährliche Einnahmen von 1,5 bis 2 Millionen Pfund jährlich, die Finanzierung des Preises sollte also die geringste Sorge für die Teilnehmer sein.

Für sie lautet die Leitfrage: "Wie kann ein geordneter Ausstieg aus der Europäischen Währungsunion von einem oder mehreren Mitgliedsländern bewerkstelligt werden?" Bisher habe es zwar viele Spekulationen darüber gegeben, was mit Ländern passiert, die die Eurozone verlassen. Zu den komplexen Problemen sei zu wenig geforscht worden, sagte Neil O'Brien, Direktor von Policy Exchange. Viele Fragen stammten noch aus der Zeit vor der europäischen Währungsunion vor zehn Jahren und seien bisher unbeantwortet geblieben.

Bedrohungen für Jobs, Sparer und Banken

Der Lord, mit vollem Namen Wolfson of Aspley Guise, sagte: "Es gibt momentan die reale Möglichkeit, dass politischer und wirtschaftlicher Druck einen oder mehrere Staaten dazu zwingen, die Euro-Zone zu verlassen. Sollte dieser Vorgang nicht richtig abgewickelt werden, könnte dies die europäischen Ersparnisse, die Beschäftigungszahlen und die Stabilität des internationalen Bankensystems bedrohen." Die Interessen zwischen Beschäftigung und von Sparern und Schuldnern sollten ausbalanciert werden.

Ideen können bis zum 31. Januar 2012 eingereicht werden. Führende Wirtschaftswissenschaftler sollen sie dann beurteilen. Wann die Preisverleihung stattfinden soll, wurde nicht mitgeteilt.

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