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Griechenland-Krise: Athen stellt Steuersündern Ultimatum


Erste Festnahmen in Griechenland: Steuersündern geht es an den Kragen

30.11.2011, 13:23 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Griechenland-Krise: Athen stellt Steuersündern Ultimatum. Steuerschuldnern in Griechenland soll es an den Kragen gehen (Quelle: imago images)

Steuerschuldnern in Griechenland soll es an den Kragen gehen (Quelle: imago images)

Die neue griechische Regierung macht ultimativ Druck auf alle Steuersünder und Schuldner in Griechenland, ihre Steuerschulden zu begleichen. Nachdem die Regierung am Vortag angekündigt hatte, die Namen aller Steuersünder öffentlich zu machen, weitet diese nun ihren Kampf gegen die landesverbreitete Steuerhinterziehung aus. Der Ansage folgte bereits die erste Festnahme.

Bekannter Industrieller festgenommen

Steuerfahnder haben am Dienstag einen der bekanntesten griechischen Industriellen festgenommen. Der 47 Jahre alte Unternehmer schulde dem Staat 2,3 Millionen Euro, berichtete die griechische Presse. Weitere Festnahmen stünden bevor, hieß es aus Kreisen der Steuerfahndung. Wer sich jetzt nicht freiwillig stellt, dem stehen schwere Wochen bevor, wie aus den Regierungsankündigungen bekannt wird.

Letzte Chance für Steuersünder?

"Bis Donnerstag, den 24. November, werden alle Personen aufgerufen, die mehr als 150.000 Euro schulden, sich bei den Steuerbehörden zu melden und ihre Schulden zu regeln", hieß es unter anderem in einer Erklärung des Finanzministeriums in Athen. Nur so können die Steuerschuldner der Erklärung zufolge verhindern, dass ihr Name veröffentlicht wird. Die Behörde für Datenschutz und die Staatsanwaltschaft haben dazu grünes Licht gegeben.

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Das griechische Finanzministerium hatte bereits im Oktober den Abgeordneten des griechischen Parlaments zwei Listen mit hunderten Namen von Bürgern vorgelegt, die dem Staat große Summen schulden. Die Namen der Steuersünder wurden jedoch nicht bekannt.

Steuerschulden überschreiten zum Teil 100 Millionen Euro

Unter den krassesten Fällen seien 40 Menschen, die dem griechischen Staat jeweils mehr als 100 Millionen Euro vorenthielten. Einer davon habe ein jährliches Einkommen von 42.000 Euro angemeldet, hatte aber im Ausland Geldeinlagen in Höhe von 104 Millionen Euro. Ein Unternehmer schuldet dem Staat 636 Millionen Euro, berichteten Abgeordnete, die damals die Liste gesehen hatten.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hatte sich wiederholt entschlossen erklärt, die Namen zu veröffentlichen. Die griechische Presse veröffentlichte im Oktober mehrere Fotos der Listen, in denen die Familiennamen der Steuersünder jedoch gestrichen waren.


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