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Zweite Rating-Agentur kritisiert Gipfel-Beschlüsse


Zweite Rating-Agentur attackiert Gipfel-Beschlüsse

23.12.2011, 14:54 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Zweite Rating-Agentur kritisiert Gipfel-Beschlüsse. Fitch kritisiert Gipfelbeschlüsse von Brüssel (Quelle: dpa)

Fitch kritisiert Gipfelbeschlüsse von Brüssel (Quelle: dpa)

Nach Moody's zeigt sich mit Fitch eine weitere große Ratingagentur wenig überzeugt von den Ergebnissen des jüngsten EU-Gipfels zur Schuldenkrise. Das Spitzentreffen habe wenig dazu beigetragen, den Schuldendruck von der Währungsunion zu nehmen, heißt es in einer Analyse der Agentur. Fitch betrachtet demnach die Europäische Zentralbank (EZB) als einzige Instanz, die kurzfristig "Feuerschutz" für die angeschlagenen Euroländer bieten kann.

Keine umfassende Lösung

Auf dem Gipfel sei zwar starke politische Unterstützung für die Gemeinschaftswährung demonstriert worden, allerdings liefere der schrittweise Ansatz der Politiker keine sofortige umfassende Lösung, so Fitch in seiner Begründung. Kurzfristig geht die Agentur von einem deutlichen wirtschaftlichen Abschwung in der Eurozone aus, der zu weiteren Vertrauenseinbußen bei Unternehmen und Konsumenten führen dürfte.

Positiv bewertet die Agentur die geplante Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF) beim Krisenmanagement sowie die Absage an die Privatgläubigerbeteiligung bei künftigen Schuldenschnitten. Auch die von der EZB beschlossenen Hilfsmaßnahmen für das Bankensystem könnten nach Einschätzung von Fitch Druck von der Eurozone nehmen.

Nur EZB kann "Feuerschutz" geben

Allerdings sind die Maßnahmen der Euro-Retter der Ratingagentur zufolge vor allem langfristig ausgelegt. Kurzfristig sei jedoch nur die EZB als glaubwürdige Instanz verfügbar, um "Feuerschutz" gegen Liquiditäts- und Solvenzkrisen in Europa zu liefern. Die Hoffnungen auf einen massiveren Einsatz der Notenbank seien nach den Gipfelergebnissen jedoch "deplatziert".

Am Morgen hatte bereits Moody's die Gipfelergebnisse kritisiert und mit Bonitätsabstufungen gedroht. Standard & Poor's, die dritte große Agentur, hatte die Länder der EU und Eurozone bereits vor dem Spitzentreffen unter verschärfte Beobachtung gestellt

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