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Deutsche sehen durch Krise Wohlstand in Gefahr


Deutsche sehen Wohlstand durch Krise in Gefahr

23.12.2011, 20:21 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Deutsche sehen durch Krise Wohlstand in Gefahr . Viele Deutsche fürchten, dass sich die Eurokrise zuspitzt (Quelle: dapd)

Viele Deutsche fürchten, dass sich die Eurokrise zuspitzt (Quelle: dapd)

Düsterer Blick in die Zukunft: Die Euro- und Finanzkrise bedroht nach Meinung einer Mehrheit der Bundesbürger den Wohlstand in Deutschland. Dies geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Universität Stuttgart-Hohenheim und der ING-Diba AG hervor. Demnach befürchten 55,4 Prozent der Befragten, dass ihr Lebensstandard auf dem Spiel steht. Eine baldige Verbesserung der Lage hingegen erwartet kaum jemand.

Misstrauen in Banken und Versicherungen

Sehr deutlich zeigt die Umfrage vom September zudem den Vertrauensverlust in die politischen und wirtschaftlichen Akteure. Drei von vier Bürgern trauen Banken und Versicherungen nicht mehr, fast 70 Prozent misstrauen der Bundesregierung und der Opposition gleichermaßen. Nur knapp die Hälfte aller Bundesbürger vertrauen noch der Europäischen Zentralbank.

Auch die Berichterstattung über Wirtschaftsthemen generell kommt laut Umfrage in den Augen der Befragten schlecht weg. Die Bevölkerung sehe es sehr kritisch, dass stets die gleichen - aus ihrer Sicht - wenig glaubwürdigen Akteure zu Wort kämen, beschreibt Claudia Mast vom Fachgebiet für Kommunikationswissenschaft der Uni Hohenheim das Problem.

Bürger glauben nicht an eine schnelle Lösung

Die Mehrheit der Menschen hierzulande (62 Prozent) erwartet außerdem, dass sich die Schuldenkrise in Europa im nächsten Jahr weiter verschlimmert. Das ergab eine weitere Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland. Knapp jeder Dritte (30 Prozent) geht der Befragung zufolge davon aus, dass die Auswirkungen der Krise im kommenden Jahr zwar spürbar bleiben werden, aber in geringerem Ausmaß als noch 2011. Nur eine Minderheit von zwei Prozent rechnet im kommenden Jahr mit einer Lösung.

Laut der Befragung sehen aber die Menschen in Niedersachsen und Bremen der weiteren Entwicklung der Finanzkrise vergleichsweise gelassen entgegen. In beiden Bundesländern rechnen im kommenden Jahr deutlich weniger Menschen mit einer Zuspitzung der Lage als anderswo. 47 Prozent der Bremer und 53 Prozent der Niedersachsen befürchten für das neue Jahr eine Verschlimmerung der Situation. Bundesweit sind derzeit 62 Prozent dieser Ansicht.

Brandenburger und Saarländer haben am meisten Angst

Vor allem die Menschen in Brandenburg, im Saarland (je 71 Prozent) und in Baden-Württemberg (70 Prozent) befürchten, dass sich die europäische Schuldenkrise noch zuspitzt. Für die Umfrage wurden 1680 Menschen vom 25. Oktober bis 6. November in ganz Deutschland befragt.

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