Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Griechenland-Krise: Schuldenschnitt könnte Deutsche Milliarden kosten


Schuldenschnitt für Griechenland könnte Deutsche Milliarden kosten

08.02.2012, 13:22 Uhr | dapd, dpa-AFX, t-online.de, t-online.de, dpa-AFX, dapd

Griechenland-Krise: Schuldenschnitt könnte Deutsche Milliarden kosten. Griechische Fahnen am Panathinaiko-Stadion vor der Akropolis (Quelle: dapd)

Griechische Fahnen am Panathinaiko-Stadion vor der Akropolis (Quelle: dapd)

In Athen gehen derzeit die Verhandlungen über das neue Sparpaket auf die Zielgerade. Eine neue Berechnung zeigt jedoch: Die geplante Beteiligung von Banken und Versicherungen an der Rettung Griechenlands bleibt offenbar zu einem großen Teil am Steuerzahler hierzulande hängen. Für ihn kann demnach Deutschlands Engagement bei einem harten Schuldenschnitt für Hellas richtig teuer werden.

Milliarden-Belastung für Steuerzahler

Formal soll der im Herbst vereinbarte Forderungsverzicht staatliche Geldgeber zwar nicht treffen. Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Wirtschaftsforschung (IfW) und der Zeitung "Die Welt" könnten jedoch Belastungen von mehr als 25 Milliarden Euro allein bei deutschen Steuerzahlern landen. Ein Verzicht auf einen Teil der staatlichen Hilfskredite für Griechenland, der nach Informationen der Zeitung ebenfalls diskutiert wird, würde diese Belastungen weiter in die Höhe treiben.

Griechen wollen neues Sparpaket billigen

Die Einigung über einen Schuldenschnitt scheint zum Greifen nah. Ministerpräsident Papademos will sich heute in Athen mit den Chefs der drei Regierungsparteien treffen, um das Sparpaket zu billigen. Die neuen Sparanstrengungen sollen die Forderungen der internationalen Geldgeber erfüllen. Das ist Voraussetzung für das neue 130 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für das pleitebedrohte Land.

Die Bundesregierung hat sich immer für die Beteiligung der privaten Schuldner an der Hellas-Rettung eingesetzt. Inzwischen liege aber annähernd die Hälfte der griechischen Staatsanleihen faktisch bei staatlichen Institutionen, berichtete "Die Welt". Sie hielten an die 120 der insgesamt 250 Milliarden schweren Anleihen-Pakets.

Beteiligung des Bundes wird teuer

Davon entfielen 15 Milliarden Euro alleine auf die deutschen Landesbanken, die teilverstaatlichte Commerzbank sowie die Abwicklungsanstalten für Hypo Real Estate und WestLB, meldete die Zeitung. Dafür müsse letztendlich die öffentliche Hand aufkommen. Ein Schuldenschnitt von 75 Prozent würde den deutschen Steuerzahler nach Berechnungen des Blatts mit 9,9 Milliarden Euro belasten.

Nach "Welt Online"-Informationen halten die Notenbanken der Euroländer weitere 55 Milliarden an griechischen Anleihen. Das IfW hat den Anteil Deutschlands an der EZB demnach auf 7,1 Milliarden taxiert. "Die Verluste eines griechischen Schuldenschnitts belaufen sich für den deutschen Steuerzahler allein dadurch auf bis zu 17 Milliarden Euro", zitierte die "Welt" Jens Boysen-Hogrefe, den Finanzexperten des IfW.

Rekapitalisierung der Banken ist weiterer Kostenfaktor

Weitere Kosten für Deutschland in Höhe von 9,3 Milliarden Euro verursachte "Welt Online" zufolge die Rekapitalisierung der griechischer Banken. Für die Rettung Griechenlands mit Beteiligung ergäbe sich also eine Summe von knapp 26 Milliarden Euro.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die DSL-Alternative mit 200GB Datenvolumen
der Homespot von congstar
Anzeige
iPhone XR für nur 1 €* im Tarif MagentaMobil L
zur Telekom
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal