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Griechenland-Krise: Schuldenschnitt kostet deutschen Steuerzahler Milliarden


Athen: Schuldenschnitt kostet deutschen Steuerzahler Milliarden

21.02.2012, 13:31 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

Griechenland-Krise: Schuldenschnitt kostet deutschen Steuerzahler Milliarden. Schuldenerlass für Griechenland: Auf Steuerzahler kommen Milliarden zu (Quelle: imago images)

Schuldenerlass für Griechenland: Auf Steuerzahler kommen Milliarden zu (Quelle: imago images)

Der Schuldenschnitt für Griechenland dürfte den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten. Allein die sogenannte Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), die FMS Wertmanagement, dürfte nach Angaben aus Finanzkreisen zu Abschreibungen in einem Volumen von sechs bis acht Milliarden Euro gezwungen sein. Ein FMS-Sprecher konnte die genauen Folgen in München allerdings noch nicht beziffern.

Ende Januar hatte der Chef der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), Christopher Pleister, im Haushaltsausschuss des Bundestages erklärt, er rechne bei einem Schuldenschnitt für Griechenland von 50 Prozent damit, dass die FMS Wertmanagement einen zusätzlichen Verlust von sechs Milliarden Euro verbuchen müsse. Nun fällt der Schnitt mit 53,5 Prozent höher aus.

Für die bei der FMS Wertmanagement entstehenden Verluste muss der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin geradestehen - in letzter Konsequenz also der Steuerzahler. Zum 30. Juni hielt die FMS noch griechische Papiere im Nominalwert von 7,2 Milliarden Euro. Die Berechnung der konkreten Belastung ist allerdings recht kompliziert, denn dazu kommen noch Kredite an griechische Schuldner und etwa Derivate.

Umtausch von Staatsanleihen könnte zusätzlich Geld kosten

Auch der geplante Umtausch von Staatsanleihen in Papiere mit einer niedrigeren Verzinsung wird zusätzlich Geld kosten. Seit ihrem Start hat die FMS bereits Verluste von fast 3,7 Milliarden Euro verbucht und damit den Rahmen ihrer ursprünglichen Ausstattung fast aufgebraucht.

In die Abwicklungsanstalt hatte die HRE im vergangenen Herbst Risikopapiere im Wert von 175 Milliarden Euro ausgelagert, um so einen Neustart zu schaffen. Die FMS soll die Papiere schrittweise möglichst wieder zu Geld machen.

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