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Griechenland-Krise: Regierung in Athen sperrt Millionärsvermögen


Regierung in Athen sperrt Millionärsvermögen

24.02.2012, 12:43 Uhr | dapd, t-online.de,dpa-AFX, dpa-AFX, dapd, t-online.de

Griechenland-Krise: Regierung in Athen sperrt Millionärsvermögen . Lavrentis Lavrentiadis war früher Chef der griechischen Privatbank Proton (Quelle: Reuters)

Lavrentis Lavrentiadis war früher Chef der griechischen Privatbank Proton (Quelle: Reuters)

Athen macht Ernst mit dem Kampf gegen die massive Steuerhinterziehung im Land: Griechenlands Regierung hat laut einem Zeitungsbericht erstmals ein millionenschweres Auslandsvermögen eines reichen Unternehmers gesperrt. Wie der "Spiegel" berichtete, war der Mann schon einmal "Unternehmer des Jahres". Jetzt gerät er als Steuersünder in die Schlagzeilen.

Fast 160 Millionen in die Schweiz geschafft

Nach Angaben eines Mitarbeiters der Athener Staatsanwaltschaft hat der Staatsanwalt Ioannis Dragatsis in der Schweiz drei Konten mit insgesamt 158 Millionen Euro des Managers Lavrentis Lavrentiadis blockieren lassen. Lavrentiadis wurde in der Chemiebranche groß und war später Vorstandschef und Hauptaktionär der Privatbank Proton.

Dem Bericht zufolge sollen er und weitere Geschäftsleute in den vergangenen Jahren bei Proton bis zu 700 Millionen Euro in andere Länder verschoben haben. Die Bank sei später verstaatlicht worden und mit Mitteln der EU und des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 900 Millionen Euro vor dem Aus gerettet worden.

Staatsanwalt ermittelt gegen Lavrentiadis

Die Staatsanwaltschaft in Athen hat den früheren Proton-Chef wegen Betrugs, Geldwäsche und Bereicherung seit Ende letzten Jahres im Visier. Lavrentiadis sei bislang nicht als Beschuldigter in die Akten eingetragen, die Staatsanwaltschaft bedränge ihn angeblich, ins Ausland abgeflossenes Vermögen zurückzubringen, berichtete der "Spiegel".

Manager weist Schuld von sich

Lavrentiadis weist die Vorwürfe zurück. Seine Agentur erklärte der Zeitung, es handele sich um ein persönliches, korrekt versteuertes Vermögen. Im Zuge der Rettungsmaßnahmen für das angeschlagene Griechenland hatten Politiker aus Helferstaaten die griechische Regierung wiederholt aufgefordert, säumige Steuerzahler zu verfolgen. Im Januar hatte die Regierung in Athen eine Liste mit Steuersündern im Internet veröffentlicht, die dem Staat 15 Milliarden Euro schulden sollen.

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