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Wladimir Putin deutet Finanzhilfe für Eurozone an


Schuldenkrise  

Moskau deutet direkte Hilfe für Eurozone an

27.02.2012, 11:18 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Wladimir Putin deutet Finanzhilfe für Eurozone an. Genießt das Rampenlicht: Der russische Regierungschef Wladimir Putin (Quelle: Reuters)

Genießt das Rampenlicht: Der russische Regierungschef Wladimir Putin (Quelle: Reuters)

Wladimir Putin gibt sich großzügig: Der russische Regierungschef hält in der Schuldenkrise direkte Finanzhilfen seines Landes an einzelne Länder der Eurozone für möglich. Derweil haben die G-20-Staaten eine Überprüfung der Stärke des Euro-Rettungsschirms zur Bedingung für eine größere Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kampf gegen die Finanzkrise gemacht.

Putin deutet direkte Hilfe an

Bei der Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise sei Russland zwar auch an den Verhandlungen im Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligt, schrieb Putin in einem Zeitungsbetrag. "Wir schließen im Prinzip aber die Möglichkeit nicht aus, noch in einigen Fällen Finanzhilfe direkt zu leisten", hieß es in dem auch auf Putins Internetseite veröffentlichten Artikel.

Die Energiegroßmacht Russland verfügt über die drittgrößten Währungsreserven der Welt. Finanzhilfen allein reichten aber nicht, schrieb Putin weiter. "Um die Lage vollständig zu beheben, sind energische Maßnahmen von systematischer Natur nötig."

Moskau fordert Haushaltsdisziplin

Die Führungen der europäischen Länder hätten die Aufgabe, die Mechanismen grundlegend zu ändern, um eine Haushaltsdisziplin zu sichern. Russland sei an einem starken Europa interessiert, erläuterte der Präsidentenkandidat vor der Kremlwahl am 4. März.

Die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) nahmen derweil in Mexiko Europa in die Pflicht: "Die Euroländer werden im März die Stärke ihrer Rettungsmaßnahmen überprüfen. Dies wird einen wichtigen Aspekt unserer anhaltenden Überlegungen über die Mobilisierung weiterer Ressourcen für den IWF bilden", hieß es in der verabschiedeten G-20-Erklärung. Zuvor hatten mehrere Nicht-Euroländer klargemacht, dass sie erst mehr Engagement der Euroländer selbst sehen wollen, bevor der Rest der Welt dem IWF zusätzliches Geld zur Krisenbekämpfung zur Verfügung stellt. Eine Entscheidung über eine Erhöhung der IWF-Mittel könnte nun laut Abschlusserklärung im April fallen.

BRIC fordern höheren Krisenfonds

Außerhalb der Eurozone gebe es einen Konsens, dass die Europäer ihre "Brandschutzmauer" gegen ein Übergreifen der Krise auf andere Länder verstärken müssten, sagte ein Delegationsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Unter anderem betonte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega im Namen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika), die Schwellenländer würden die Euro-Staaten nur unter der Bedingung unterstützen, dass diese den Krisenfonds aufstocken und ihn mehr als bisher einsetzen.

Auch US-Außenminister Timothy Geithner forderte eine "starke und glaubhafte Brandschutzmauer". Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich kurz vor Beginn der Beratungen ausdrücklich dagegen ausgesprochen, dass die Europäer immer mehr Gelder zur Verfügung stellen. Er gab später zudem am Rande des Treffens zu verstehen, dass die europäische Entscheidung über eine mögliche Aufstockung des künftigen Euro-Rettungsschirms ESM im Laufe des Monats März fallen solle.

Schuldenkrise und Öl im Fokus

Die Schuldenkrise war das Hauptthema des zweitägigen Treffens in Mexiko-Stadt. Außerdem ging es auch um die Entwicklung auf den Ölmärkten, über die sich die Finanzminister und Notenbankchefs beunruhigt zeigten. "Wir sind alarmiert angesichts des Risikos höherer Ölpreise", erklärten die G-20. Zugleich würdigten sie "die Anstrengungen der Förderländer, eine angemessene Versorgung sicherzustellen". Vor allem wegen des Atomstreits zwischen dem Westen und dem Iran waren die Ölpreise an den Weltmärkten zuletzt deutlich gestiegen.

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