Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Griechenlands Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet


Griechenlands Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet

24.04.2012, 16:58 Uhr | dpa-AFX

Griechenlands Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet. Dunkle Wolken über Griechenland (Quelle: dapd)

Dunkle Wolken über Griechenland (Quelle: dapd)

Neue Hiobsbotschaft von Europas Sorgenkind Griechenland. Wie die griechische Notenbank mitteilte, schrumpft die Wirtschaft des arg gebeutelten Landes um etwa fünf Prozent. Bisher war man von "lediglich" 4,5 Prozent ausgegangen. Grund hierfür sind harte Sparmaßnahmen und geringe Investitionen. Es ist das fünfte Rezessionsjahr in Folge für das von der Pleite bedrohte Land.

Wirtschaft könnte ab 2013 wieder langsam wachsen

Notenbank-Chef Giorgos Provopoulos warnte vor der Unsicherheit, wie die vorgezogenen Parlamentswahlen am 6. Mai ausgehen werden. Bei den Wahlen stehe der Verbleib Griechenlands im Euroland auf dem Spiel. Sollte das Reform- und Stabilisierungs-Programm nicht umgesetzt werden, dann drohe dem Land der Rückfall um mehrere Jahrzehnte und der Austritt aus der Eurozone, heißt es in einem Notenbank-Bericht.

Wenn sich die Prognose bewahrheitet, hat Griechenland in den vergangenen fünf Jahren 20 Prozent seiner Wirtschaftsleistung eingebüßt. 2011 war die griechische Wirtschaft um fast sieben Prozent eingebrochen. Die Notenbank rechnet ab Ende 2013 erstmals wieder mit einem kleinen Wachstum von etwa 0,5 Prozent.

Extrem unsichere Zeiten

Sämtliche Umfragen deuten darauf hin, dass keine Partei die absolute Mehrheit erreichen werde, vielmehr könnten Randparteien, auch Extremisten, starken Zulauf bekommen. Für diesen Fall wird die Bildung einer Koalitionsregierung nötig sein. Politische Beobachter rechnen mit einer großen Koalition zwischen den Konservativen und den Sozialisten. Beide Parteien haben bereits die Übergangsregierung unter dem Finanzexperten Lucas Papademos gestützt.

Sie war im November 2011 gebildet worden, um das vom Bankrott bedrohte Land vor dem Abgrund zu retten. Ihr Ziel war es, das neue Spar- und Reformpaket unter Dach und Fach zu bringen, das die Euroländer und der Internationale Währungsfonds (IWF) zur Bedingung für weitere Hilfsprogramme gemacht hatten. Harte Sparmaßnahmen - etwa die Senkung der Mindestlöhne und Kürzung der Renten - wurden beschlossen. Daraufhin genehmigten die Geldgeber das zweite Griechenland-Rettungspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro, das Voraussetzung für einen Schuldenschnitt war.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal