Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Manager vertrauen Euro immer weniger


Manager vertrauen Euro immer weniger

01.06.2012, 09:42 Uhr | t-online.de - cd mit Material von dpa-afx, t-online.de, dpa-AFX

Manager vertrauen Euro immer weniger. Wird der Euro zur Weichwährung? (Quelle: imago, Montage: t-online.de)

Der Euro verliert an Vertrauen (Quelle: imago, Montage: t-online.de)

Der Euro leidet immer mehr unter einer Vertrauenskrise. Nach einer Umfrage der Unternehmensberatung Booz & Company schwindet das Vertrauen in deutschen Vorstandsetagen in die europäische Gemeinschaftwährung. Ein Drittel aller Befragten fordert die Verkleinerung der Eurozone, weitere drei Prozent sind laut der Studie für die komplette Abschaffung des Euro.

Verkleinerung der Eurozone heiß diskutiert

Die Studie stellte außerdem einen direkten Zusammenhang zwischen ökonomischer Stabilität und Verkleinerung der Eurozone her. Je besser ein Land von den Rating-Agenturen bewertet werden, desto höher ist die Zustimmung zu einer Verkleinerung der Eurozone. In Deutschland unterstützen 40 Prozent der Befragten eine Verkleinerung, während in Griechenland lediglich acht Prozent eine Schrumpfung befürworten.

Generelle Zustimmung zu Eurobonds

Außerhalb der EU steigt außerdem die Zustimmung zu Eurobonds unter den Personen, die das System in Gänze erhalten wollen. Die Autoren denken, dass Eurobonds positiv dazu beitragen können, den Wohlstand des Weltfinanzsystems zu erhöhen. Aber auch in der EU gibt es nach Meinung der Autoren eine generelle Zustimmung zu Eurobonds, weil die Bereitschaft, Solidarität mit den anderen europäischen Nationen zu zeigen, vorhanden ist. Diese Zustimmung wird aber schwächer, je höher die Menschen die Wahrscheinlichkeit einschätzen, das sie die Rechnung für die Eurobonds tragen müssen.

Härteres Eingreifen der EU gefordert

Einig sind sich die Manager demnach, dass ein rigoroser Sparkurs unter der Kontrolle der Europäischen Union (EU) der einzige Ausweg aus der aktuellen Krise sei: 96 Prozent sprachen sich dafür aus. "Um die Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsstaaten langfristig zu erhalten, sollte die EU stärker in die Geld-, Haushalts- und Steuerpolitik eingreifen", sagte Booz-Europachef Per-Ola Karlsson.

Krise in Europa beunruhigt die Welt

In Nordamerika seien 65 Prozent der Wirtschaftslenker beunruhigt oder sehr besorgt über die Krise in Europa, in Südamerika sogar 83 Prozent. Weltweit seien 75 Prozent der Manager der Meinung, dass die EU in puncto Wettbewerbsfähigkeit hinter anderen Regionen zurückbleibe. Booz hatte zusammen mit der Business School Insead in Deutschland 260 und weltweit 2000 Manager befragt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal