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Krise in Griechenland: Weltbank-Chef fordert Notfallplan


Krise in Griechenland: Weltbank-Chef fordert Notfallplan

01.06.2012, 13:54 Uhr | dapd, t-online.de

Krise in Griechenland: Weltbank-Chef fordert Notfallplan. Weltbank-Chef Robert Zoellick verlangt eine stärkere Absicherung der EU-Banken (Quelle: Reuters)

Weltbank-Chef Robert Zoellick verlangt eine stärkere Absicherung der EU-Banken (Quelle: Reuters)

Die Krisenlage in Griechenland spitzt sich immer mehr zu - und hat den scheidenden Weltbank-Präsidenten Robert Zoellick auf den Plan gerufen. Zoellick hat die Länder der Eurozone dringend angemahnt, sich mit einem Notfallplan für Banken auf einen möglichen Abschied Athens vom Euro vorzubereiten. Ignorierten die Regierungen der Währungsunion die Alarmsignale aus Hellas, könne Europa zur wirtschaftlichen Gefahrenzone werden.

Unwägbare Risiken drohen

Wenn Athen die Gemeinschaftswährung verlasse, "sind die Auswirkung auf andere Staaten unmöglich vorherzusagen", schrieb Zoellick in einem Beitrag für die "Financial Times". Ein Austritt Griechenlands würde aber einen Schlag für das Vertrauen in staatliche Vermögenswerte anderer Länder der Eurozone bedeuten.

Rekapitalisierung von Banken vorbereiten

Verschiedene Sichtweisen innerhalb der Europäischen Zentralbank ließen zweifeln, ob die EZB "schnell, umfassend und schlagkräftig" zu reagieren imstande wäre. Man müsse aber mental und durch den geplanten Euro-Rettungsfonds ESM darauf vorbereitet sein, Banken zu rekapitalisieren, schreibt Zoellick, der am 30. Juni zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit die Weltbank verlässt. Einer Verwendung des Geldes aus dem Rettungsschirm zur Stützung von Geldinstituten hat sich Deutschland bisher widersetzt.

Massive Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten nicht ausreichen, warnte der Weltbank-Chef. Es müsse sichergestellt sein, dass es nicht zu einer neuen Kreditklemme komme, weil Banken das Geld nicht an die Wirtschaft durchreichten. Nach Jahren des Schuldenabbaus der Banken und der Verringerung ihrer eingegangenen Risiken "bezweifele ich, dass in einer Krise den Managern der Sinn danach steht, massiv Kredite an Geschäftskunden zu vergeben", schreibt Zoellick.

Finanzierung von Problemländern sichern

Die Finanzierung von Ländern wie Spanien müsse unterdessen auf mittlere Sicht gesichert sein. Diese Absicherung könnte vom Rettungsfonds kommen oder durch gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten. Deutschland lehnt solche Euro-Bonds jedoch wegen der Befürchtung ab, sie könnten Reformen in den Problemstaaten bremsen.

Deutschland darf reformwilligen Staaten Hilfe nicht versagen

Seine Empfehlungen widersprächen nicht Deutschlands Ruf nach Haushaltsdisziplin und Wirtschaftsreformen, unterstreicht der Weltbank-Chef. "Diese Schritte müssen unternommen werden." Es sei verständlich, dass Deutschland keine Steuergelder fließen lassen wolle, solange diese Reformen nicht verwirklicht seien.

"Allerdings wird Deutschland sein strategisches Ziel einer besser integrierten und finanziell gesunden Eurozone nicht erreichen, solange es nicht reformwillige Staaten unterstützt und sich zugleich auf eine Ausbreitung der Krise vorbereitet", befindet Zoellick.

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