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Euro-Krise: Ökonomen-Streit um Euro-Rettung eskaliert


Ökonomen-Streit um Euro-Rettung eskaliert

25.07.2012, 08:58 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de, dapd

Euro-Krise: Ökonomen-Streit um Euro-Rettung eskaliert. Die Kontrahenten im Euro-Streit: Peter Bofinger  im Bild links) und Walter Krämer (Quelle: imago images)

Die Kontrahenten im Euro-Streit: Peter Bofinger (im Bild links) und Walter Krämer (Quelle: imago images)

Die Schuldenkrise entzweit die Ökonomenzunft und der Ton wird immer rauer. Der Streit begann vor mehreren Wochen mit einem Aufruf von Walter Krämer von der Technischen Universität Dortmund gegen die Euro-Rettungspolitik. Die Kritik kam prompt. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger sprach von "schlimmster Stammtischökonomie“. Nun schlug Krämer in einem Interview mit einer Studentenzeitung zurück und bezeichnete Bofinger als "akademische Nullnummer".

Krämer: Bofinger nimmt keiner ernst

In der Studentenzeitung "Pflichtlektüre" warf Krämer seinen Kritikern vor, sich im Ton vergriffen zu haben: "Was von unseren Gegnern an Gehässigkeit in die Tinte geflossen ist, das ist ja kaum zu glauben." Bofinger sprach er sogar die Qualifikation ab: "Keiner nimmt ihn ernst, er ist nur in den Rat gekommen, weil er von den Gewerkschaften rein kooptiert worden ist", sagte er dem Studentenblatt.

Sinn und Co. gegen Gipfel-Beschlüsse

Beim Streit der Ökonomen geht es inhaltlich um die zunehmenden Lasten durch die Euro-Rettungspakte für Deutschland und vor allem um die Beschlüsse des letzten EU-Gipfels. In einem öffentlichen Brief an die "lieben Mitbürger" riefen die Wirtschaftsprofessoren um Walter Krämer und prominente Unterzeichner wie Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die Bevölkerung auf, die aus ihrer Sicht falschen Beschlüsse nicht mitzutragen. Diesen Aufruf haben bislang 250 Experten unterzeichnet.

"Die Entscheidungen, zu denen sich die Kanzlerin auf dem Gipfeltreffen der EU-Länder gezwungen sah, waren falsch. Wir (...) sehen den Schritt in die Bankenunion, die eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Eurosystems bedeutet, mit großer Sorge", heißt es in dem Appell. Zu den Unterzeichnern gehören auch Max Otte, Professor in Graz und Joachim Starbatty, der schon in Karlsruhe gegen die Euro-Rettung geklagt hat.

Kritiker von Krämer verteidigen Bankenunion

Der Aufruf blieb nicht unwidersprochen. Prompt meldeten sich die Kritiker zu Wort und verteidigten die Politik der Regierung. Mittlerweile haben sich mehrere Gegeninitiativen gebildet. Zu den prominenten Gegnern von Sinn und Co. zählen neben Peter Bofinger auch Dennis Snower (IfW Kiel), Beatrice Weder di Mauro (Ex-Wirtschaftsweise) und Michael Hüther (Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft).

Sie halten einen gemeinsamen Währungsraum für nützlich, der ohne eine Europäische Bankenunion nicht sinnvoll funktionieren könne. Auch aus dem Ausland kam Kritik: "Ich halte den Aufruf für zu simpel, unklar und ideologisch", sagte der Harvard-Ökonom Alberto Alesina. "Dieser Text zeigt kein Verständnis davon, was eine Bankenkrise ist - als ob sie 2008 und in den früheren Krisen geschlafen hätten", sagte der Genfer Ökonom Charles Wyplosz. "Es würde zum Kollaps des Euro führen, wenn man dem Rat dieser Ökonomen folgen würde", sagte Harvard-Professor Dani Rodrik.

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