Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Evangelos Venizelos: Griechen-Austritt "Selbstmord" für die Eurozone

...

Starker Tobak aus Athen: Griechen-Austritt wäre "Selbstmord" für Eurozone

26.07.2012, 18:55 Uhr | t-online.de, AFP, dpa-AFX

Evangelos Venizelos: Griechen-Austritt "Selbstmord" für die Eurozone. Evangelos Venizelos schlägt zurück (Quelle: Reuters)

Evangelos Venizelos schlägt zurück (Quelle: Reuters)

Verlässt Griechenland die Eurozone, ist der gemeinsame Währungsraum am Ende - diese Ansicht vertritt zumindest der Chef der griechischen Sozialisten, Evangelos Venizelos. Sein Land dürfe von den anderen Euro-Staaten nicht "geopfert" werden, sagte er. Diejenigen, die dafür plädierten, irrten sich. Solch ein Opfer "wäre Selbstmord für die Eurozone", ergänzte der Parteichef und spielte damit auf jüngste Aufforderungen vor allem deutscher Politiker an, Hellas sollte die Währungsunion verlassen.

"Unsere Partner müssen uns helfen, indem sie die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen in Griechenland verstehen", sagte Venizelos, dessen Partei der Regierung in Athen angehört.

Minister: Ausstieg der Griechen wäre verkraftbar

Den Austritt der Griechen aus der Währungsunion hatte etwa Bayerns Finanzminister Markus Söder als unausweichlich bezeichnet. "Am Ende wird es dazu führen müssen, dass Griechenland austreten muss", sagte der CSU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin".

Das sei aber "absolut zu verkraften". Zu einem Austritt gebe es keine Alternative. Griechenland könne und wolle es wohl auch nicht schaffen, die entsprechenden Reformauflagen zu erfüllen. "Wenn wir jetzt nicht an Griechenland ein klares Exempel statuieren, also zu sagen, wer nicht die Reformen erfüllt, der muss dann auch raus aus der Eurozone, dann ist die ganze Eurozone nichts anderes mehr als eine große Umverteilungsgemeinschaft", sagte Söder. Die Währungsunion sei nur dann dauerhaft international stabil, wenn sie mit starken Partnern zusammen sei und nicht dauernd mit schwachen.

Hellenen plündern ihre Konten

Auch die Bürger Griechenlands scheinen wenig Vertrauen in die Rettung ihres Staats zu haben. Sie zogen im Juni Milliardenbeträge von ihren Sparkonten ab. Die Einlagen bei den Banken des Landes verringerten sich um fast sieben Milliarden Euro, wie aus Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Insgesamt hatten die Griechen Ende Juni demnach 156,2 Milliarden Euro auf ihren Konten hinterlegt. Einen Monat zuvor waren es noch 163,1 Milliarden Euro gewesen. Die Spareinlagen erreichten damit den niedrigsten Stand seit mehr als sechs Jahren.

EU-Kommissionspräsident in Athen

Der griechische Regierungschef Antonis Samaras empfing derweil EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu dessen erstem Besuch in Griechenland seit drei Jahren. Zunächst wurde nichts aus dem Gespräch bekannt. Beide wollten über die Lage in dem hochverschuldeten Land und in der EU sprechen. Regierungsvertreter aus Athen erhofften sich von Barroso Unterstützung für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone.

Die Sozialisten und die moderaten Linken, die an der konservativen Regierung von Samaras beteiligt sind, betonten, dass Griechenland sich in einer wirtschaftlichen Notlage befinde, aber bei den Sparanstrengungen zugleich schon viele Opfer erbracht habe. Die Koalitionsspitzen kündigten an, ihre Gespräche über weitere Haushaltskürzungen am 30. Juli fortzusetzen. Diese Kürzungen sind nötig, um weitere Finanzhilfen von den Gläubigern zu erhalten.

"Troika" kontrolliert Sparprogramm

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erklärte unterdessen, dass die Diskussionen mit der griechischen Regierung über die Sparbemühungen wohl bis in den September hinein dauern würden. Die Expertenmission aus IWF, EU-Kommission und EZB hatte Anfang der Woche ihre Arbeit in Athen wieder aufgenommen. Der Bericht der sogenannten Troika wird darüber entscheiden, ob Griechenland eine dringend benötigte weitere Tranche in Höhe von gut 31 Milliarden Euro aus dem Rettungspaket erhält.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Anzeige
Summer Sale bei TOM TAILOR: Sparen Sie bis zu 50 %
jetzt im Sale
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018