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Spanien rutscht tiefer in die Rezession


Spanien rutscht noch tiefer in die Rezession

30.07.2012, 11:54 Uhr | dpa

Spanien rutscht tiefer in die Rezession. Spanien kämpft gegen die Schuldenkrise (Quelle: imago images)

Spanien kämpft gegen die Schuldenkrise (Quelle: imago images)

Neue Krisensignale aus Spanien: Der drastische Sparkurs der Regierung und die Massenarbeitslosigkeit drücken das Land tiefer in die Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft, wie das spanische Statistikamt in Madrid mitteilte. Damit bestätigten die Statistiker eine erste Schätzung der spanischen Notenbank. Bereits in den beiden Vorquartalen war das spanische BIP um jeweils 0,3 Prozent geschrumpft.

Massenarbeitslosigkeit in Spanien

Im Jahresvergleich wird die Verschärfung der Krise noch deutlicher: Demnach fiel die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um ein Prozent, nach minus 0,4 Prozent im ersten Vierteljahr.

Spaniens Wirtschaft wird durch den drastischen Sanierungskurs der Regierung - mit Einsparungen und Steuererhöhungen - stark belastet. Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist mit fast 25 Prozent auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten.

Binnennachfrage lahmt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die viertgrößte Volkswirtschaft des Eurolandes in diesem Jahr insgesamt um 1,7 Prozent schrumpfen und erst 2014 wieder auf Wachstumskurs gehen wird.

Nach Feststellung der Notenbank leidet Spaniens Wirtschaft vor allem unter einer stark nachlassenden Binnennachfrage: Sie schrumpfte nach Angaben aus der vorigen Woche innerhalb eines Quartals um 1,2 (Vorquartal: minus 0,5) Prozent. Nur dem wachsenden Außenhandel ist zu danken, dass dies nicht voll auf die Wirtschaftsleistung durchschlägt.

Finanzminister Schäuble beschwichtigt

Spanien gilt als eines der größten Sorgenkinder im Euroland. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte indes am Wochenende versichert, dass das Land - über die bisher zugesagten 100 Milliarden Euro zur Sanierung der Banken hinaus - keine neuen Hilfen brauche.

"Nein, an diesen Spekulationen ist nichts dran", sagte Schäuble der "Welt am Sonntag" auf die Frage, ob Spanien einen Antrag bei den Partnern stellen könnte, dem Rettungsfonds EFSF den Kauf von Staatsanleihen zu ermöglichen.

Die Krise Spaniens, das neben den Banken auch das Problem hoch verschuldeter Regionen hat, hält Schäuble für beherrschbar. Die derzeit hohen Zinsen seien zwar schmerzlich, "und sie schaffen eine Menge Beunruhigung, aber die Welt geht nicht unter, wenn man bei einigen Anleiheauktionen ein paar Prozent mehr zahlen muss". Kurzfristig sei der Finanzbedarf "nicht so groß".

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