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Commerzbank-Boss Blessing: Schuldenkrise nicht vorbei


Commerzbank-Boss Blessing: Schuldenkrise nicht vorbei

20.09.2012, 12:23 Uhr | dpa-AFX

Commerzbank-Boss Blessing: Schuldenkrise nicht vorbei. Martin Blessing, Chef der Commerzbank AG (Quelle: dapd)

Martin Blessing, Chef der Commerzbank AG (Quelle: dapd)

Nach der umstrittenen Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) zum massiven Ankauf von Staatsanliehen hat sich die Lage an den Finanzmärkten zumindest etwas beruhigt. Doch die Schuldenkrise wird Europa nach Einschätzung von Commerzbank-Chef Martin Blessing noch lange in Atem halten. Und der Top-Banker warnt vor einem weiteren Schuldenschnitt Griechenlands.

Blessing kritisiert EZB-Kurs

"Die Staatsschuldenkrise ist auch durch die Entscheidungen der letzten Wochen natürlich nicht überwunden", sagte Blessing bei einer Kapitalmarktkonferenz des DAX-Konzerns. "Wir werden noch eine Phase der Unsicherheit sehen." Er glaube nicht, dass Investoren schon so weit seien zu sagen, der Euro werde die nächsten 25 Jahre überdauern.

Die Regierungen müssten die Zeit nutzen, die ihnen ein funktionierender Euro-Rettungsfonds ESM und die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu notfalls unbegrenzten Anleihenkäufen verschafften, mahnte Blessing. Der Manager erneuerte zugleich seine Kritik am EZB-Kurs. Europa fehle die politische Einheit, "diese Ungleichgewichte kann am Ende nur die Politik beseitigen, nicht die Zentralbank", sagte Blessing. "Am Schluss muss Europa mehr sein als eine gemeinsame Währung."

Blessing betonte: "Wir brauchen eine klare Fiskalunion, klare Budgetregeln, klare Sanktionsmechanismen. Das wird lange dauern. Deswegen werden EZB/ESM diese Überbrückung eine Zeit lang finanzieren müssen." Eine "volle Vergemeinschaftung von Haftung und Schulden" dürfe jedoch bestenfalls am Ende eines Integrationsprozesses stehen und nicht am Anfang, sagte der Commerzbank-Chef.

Blessing: Hellas braucht Schuldenschnitt

Auch zu den anhaltenden Problemen Griechenlands äußerte sich Blessing. Er geht davon aus, dass ein weiterer Schuldenerlass für Griechenland notwendig wird. "Die Lage in Griechenland ist noch weit von einer Besserung entfernt", sagte Blessing. "Wir werden am Schluss nochmal einen Schuldenschnitt für Griechenland sehen, an dem sich alle Gläubiger beteiligen werden müssen."

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