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Griechenland kommt von hohen Schulden nicht herunter


Griechenland kommt von hohen Schulden nicht herunter

06.10.2012, 14:15 Uhr | dpa, AFP, dapd, t-online.de

Griechenland kommt von hohen Schulden nicht herunter. Hohe Schulden bei gleichzeitiger Rezession - eine gefährliche Mischung für Griechenland (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Griechenland kämpft weiter gegen die Pleite an (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Griechenland befindet sich weiter im Würgegriff seiner Schulden, und Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Bis 2020 könnte der Schuldenstand des gebeutelten Krisenlandes von aktuell etwa 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nur auf 140 Prozent sinken. Das berichtet die "Welt am Sonntag" (WamS) unter Berufung auf Verhandlungskreise. Griechenland versucht derzeit mit wachsender Verzweiflung, sich Luft beim Schuldenabbau zu verschaffen, denn das Land steckt weiterhin in einer schweren Rezession.

Mit der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) hatte sich Griechenland eigentlich darauf geeinigt, den Schuldenstand in den nächsten acht Jahren auf 120 Prozent zu senken. Dieser Wert gilt als maximale Grenze für Schulden, die Staaten gerade noch verkraften können. Wenn die Prognose über den Abbau jedoch zutrifft, sind weitere Hilfs-Milliarden für Hellas in Gefahr - was die Situation des Landes zusätzlich verschärfen würde.

Griechenlands Rezession dauert auch 2013 noch an

2011 war die griechische Wirtschaft nach neuesten, korrigierten Zahlen um 7,1 Prozent geschrumpft. Für dieses Jahr wird mit einem ähnlich hohen Wert gerechnet, 2013 sollen es noch einmal minus 3,8 Prozent sein - erst für 2014 wird wieder ein Wirtschaftswachstum erwartet. So lange das griechische BIP jedoch schrumpft, steigt automatisch der Schuldenstand, auch wenn Athen gar keine neuen Kredite aufnimmt. Die Milliardenhilfen der Troika erhöhen jedoch teils die Staatsschulden.

Die "WamS" schreibt, es kursierten nun mehrere Vorschläge, wie mit der Prognose umgegangen werden solle: So könnten die Sparziele um zwei Jahre verschoben werden. Das Sparziel selbst könnte aber auch gestrichen werden. Beide Ideen seien jedoch bei den Geldgebern umstritten.

EZB will Griechen nicht entgegenkommen

Bei der EZB beißt Athen derzeit auf Granit, wenn es um Erleichterungen geht. Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sagte der "Bild am Sonntag" (BamS): "Wir können weder die Laufzeiten für griechische Anleihen verlängern, noch die Zinsen senken. Beides wäre eine Form von Schuldenerlass und damit eine direkte Finanzierung des griechischen Staates. Das aber ist der EZB rechtlich nicht erlaubt."

Für Asmussen ist es auch "kein Selbstläufer", dass Griechenland im November die nächste Tranche der vereinbarten Hilfszahlungen erhält und damit vor der Pleite gerettet wird: "Meine klare Präferenz ist, dass Griechenland im Euro bleibt. Aber der Schlüssel dafür liegt in Athen. Die Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche an Griechenland ist, dass das Haushaltsloch für 2013/2014 geschlossen wird und umfangreiche Strukturreformen durchgeführt werden."

Dagegen wertete der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach den angekündigten Griechenland-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel als politische Vorentscheidung für weitere Hilfen an das angeschlagene Land. Merkel reist am Dienstag (9. Oktober) nach Athen.

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