Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Finanzsystem vor dem Kollaps? IWF warnt vor Abwärtsspirale

...

IWF warnt vor Kollaps des Finanzsystems

10.10.2012, 12:54 Uhr | dpa, t-online.de

Finanzsystem vor dem Kollaps?  IWF warnt vor Abwärtsspirale. IWF-Chefin Christine Lagarde: Der Währungsfonds fürchtet eine Abwärtsspirale in der Finanzkrise (Quelle: Reuters)

IWF-Chefin Christine Lagarde: Der Währungsfonds fürchtet eine Abwärtsspirale in der Finanzkrise (Quelle: Reuters)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor einer Verschärfung der weltweiten Finanz- und Schuldenkrise gewarnt. Der Auslöser würde aus Europa kommen. Das zögerliche Handeln der europäischen Regierungen gegen die Schuldenkrise führe die globalen Finanzmärkte an den Rand des Zusammenbruchs.

"Das Vertrauen ins Weltfinanzsystem ist sehr brüchig geworden", warnte der IWF in einer neuen Analyse. Das geringe Tempo bei der Stabilisierung des Bankensektors sowie bei nötigen Reformen habe eine gefährliche Kapitalflucht aus Europas Krisenstaaten begünstigt. "Es droht eine böse Abwärtspirale", sagte der Chef der IWF-Kapitalmarktabteilung, José Viñals, bei der Vorstellung des Berichts in Tokio.

IWF: Kapitalflucht muss gestoppt werden

Obwohl die europäischen Gesetzgeber bereits wichtige Fortschritte gemacht hätten, "ist die Agenda entscheidend unvollständig", heißt es in dem sogenannten Globalen Finanzstabilitätsreport der Institution. Das verängstige Investoren und befördere die Angst vor dem Zerfall der Währungsunion und einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Allein aus Spanien hätten Anleger bis zum vergangenen Juni binnen eines Jahres fast 300 Milliarden Euro abgezogen und aus Italien mehr als 230 Milliarden. Das Geld flösse in stabilere europäische Länder in vermeintlich sichere Häfen wie den USA und Japan.

Konsequenz sei eine finanzielle und ökonomische Spaltung zwischen den armen und reichen Ländern der Eurozone, die extrem ungewöhnlich für eine Währungsunion sei, sagte Viñals. Die Entwicklung könne zu einer neuen Kreditklemme in Europa mit globalen Folgen führen. Im schlimmsten Fall müssten die Großbanken der Eurozone ihre Bilanzen insgesamt zwischen 2,8 und 4,5 Billionen Dollar verkürzen. Die Kreditvergabe in den Krisenländern könnte dadurch bis Ende 2013 um 18 Prozent sinken und dort massive Einbrüche der Konjunktur auslösen - mit Risiken für das Weltfinanzsystem und das globale Wachstum.

Sanierung der Banken notwendig

Der IWF rief die Europäer eindringlich auf, die Lösung der Krise noch entschiedener voranzutreiben. Der Finanzsektor müsse weiter saniert werden, neue Sicherungsinstrumente wie der Euro-Krisenfonds ESM auch wirklich genutzt und die europäische Bankenunion mit einer gemeinsamen Einlagensicherung möglichst bald geschaffen werden. "Die Wahl besteht heute darin, die nötigen aber harten Entscheidungen zu treffen, oder sie noch einmal in der falschen Hoffnung zu verzögern, dass die Zeit auf unserer Seite ist", sagte Viñals.

Zugleich warnte der Währungsfonds auch die USA und Japan, sich wegen der Kapitalzuflüsse durch Privatinvestoren und niedriger Zinsen in falscher Sicherheit zu wähnen - und deswegen die gleichen Fehler zu machen wie Europa. Beide Länder müssten ihre überbordenden Staatsschulden schnell in den Griff bekommen und Ungleichgewichte im Finanzsektor reduzieren. Auch die eigentlich gut aufgestellten Schellen- und Entwicklungsländer sollten sich noch besser gegen Schocks im globalen Finanzsystem wappnen. "Niemand ist immun gegen den Druck, der aus Europa und den USA kommt", sagte Viñals.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sinnliche Nachtwäsche: ver- spielt, verführerisch & sexy
gefunden auf otto.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018