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Experten zur Schuldenkrise: Das Schlimmste kommt noch


Experten zur Schuldenkrise: Das Schlimmste kommt noch

01.12.2012, 12:36 Uhr | dapd, t-online.de

Experten zur Schuldenkrise: Das Schlimmste kommt noch. Wirtschaftsforscher glauben nicht, dass der Höhepunkt der Schuldenkrise schon überschritten ist (Quelle: dapd)

Berliner Reichstag: Streit um Stand der Schuldenkrise (Quelle: dapd)

In welchem Stadium befindet sich die europäische Schuldenkrise? Ist der Höhepunkt bereits überschritten, wie EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Donnerstag erklärt hat? Deutsche Wirtschaftsforscher widersprechen und wollen noch keine Entwarnung geben. Das Schlimmste sei noch nicht vorbei, sagte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

"Die Rezession setzt sich in den südeuropäischen Problemländern fort, die Schuldenstände steigen, insofern würde ich nicht sagen, dass das Schlimmste vorbei ist", sagte Bofinger. Auch der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, verwies auf die hartnäckige Rezession und die Kosten der Eurorettung. "Was die finanziellen Belastungen Deutschlands angeht, so steht das Schlimmste wohl noch bevor", sagte er dem Blatt.

Was kommt in der "zweiten Halbzeit"?

Barnier hatte erklärt, er sei "überzeugt, dass wir den Höhepunkt der Krise überwunden haben". Das heiße nicht, dass die Krise schon gelöst sei. "Wir sind erst am Anfang der zweiten Halbzeit", sagte er. Der Leiter der Konjunkturabteilung am Kieler Institut für Weltwirtschaft, Joachim Scheide, kommentierte dies in der "FAZ" mit den Worten: "Auch in der zweiten Halbzeit kann noch viel passieren, Spiele können sogar drehen."

Griechenland habe noch einen langen Weg vor sich und der Sparwille könne erlahmen, sagte Scheide weiter. Für das Land habe sich mit dem neuen Hilfspaket lediglich der Zeitpunkt verschoben, zu dem es einen weiteren Schuldenschnitt geben müsse. Die Verschuldung Griechenlands in Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigt derzeit immer noch an, weil neue Hilfskredite ausgezahlt werden müssen, während die Wirtschaft des Landes weiter schrumpft.

Schuldenquote Griechenlands steigt weiter

Im nächsten Jahr wird die griechische Schuldenquote nach Schätzungen der EU-Kommission auf fast 190 Prozent steigen - derzeit liegt sie bei rund 175 Prozent. Nach dem Schuldenabbauplan der Euro-Gruppe würde dieser Wert erst 2016 wieder erreicht werden und erst 2022 würde Griechenland weniger als 110 Prozent Schulden im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) haben.

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