Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Zypern: reiche Russen und Konzerne sollen zahlen


Reiche Russen sollen für Zypern zahlen

22.02.2013, 10:34 Uhr | t-online.de, dpa-AFX, dapd

Zypern: reiche Russen und Konzerne sollen zahlen. Reiche Russen und Konzerne sollen zu Rettung Zyperns beitragen (Quelle: Reuters)

Die Venezianische Festungsmauer in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns (Quelle: Reuters)

Nach Angaben des Bundesnachrichtendienstes (BND) überweisen russische Geschäftsleute viel Geld nach Zypern - oft aus dubiosen Geschäften. Der kleine Inselstaat steht allerdings vor der Pleite. Die Rettung: reiche Russen sollen für die Rettung des Krisenstaates zahlen.

Die Euro-Staaten wollen offenbar reiche Bürger und Konzerne, die ihr Geld auf Zypern angelegt haben, an den Kosten des Pakets beteiligen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Bezug auf Verhandlungskreise berichtet, wird derzeit geprüft, wie ein Sanierungsbeitrag privater Kontoinhaber und Bankgläubiger - viele von ihnen aus Russland - aussehen könnte.

Höhere Steuern geplant

Im Gespräch sind der Zeitung zufolge unter anderem höhere Steuern auf Unternehmensgewinne, Kapitalerträge, Villen und Grundbesitz sowie die Einführung einer Vermögensteuer. Überlegt werde auch, Forderungen in- und ausländischer Geldgeber gegen Banken in Beteiligungen an den betroffenen Instituten umzuwandeln.

Auch nach Ansicht von Unionsfraktionsvize Michael Meister (CDU) sollen insbesondere reiche Russen dabei helfen, das Euro-Mitglied Zypern vor der Staatspleite zu retten. Russische Investoren hätten bei zyprischen Banken Milliarden Euro angelegt, umgekehrt würden aus Zypern Milliardeninvestitionen nach Russland fließen, sagte er der "Rheinischen Post".

"Die zypriotische Regierung muss ein Interesse daran haben, das Geld im eigenen Land zu behalten, um damit Strukturveränderungen voranzubringen", sagte Meister. Zyperns neue Regierung könne den Abfluss des Geldes stoppen.

Schicksal Zyperns hängt am seidenen Faden

Zypern leidet unter der engen Verflechtung seines Bankensektors mit dem griechischen. Das Land braucht 17,5 Milliarden Euro, um die Banken und Staatsfinanzen wenigstens einigermaßen zu stabilisieren. Diese Summe entspricht jedoch der gesamten Wirtschaftsleistung eines Jahres. Schafft es die Insel nicht, ihre finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen, könnte sie gezwungen sein, als erster EU-Staat das Euroland zu verlassen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal