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Wirtschaftsweiser: Euro-Krise kommt wegen Italien-Wahl zurück

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Wirtschaftsweiser: Euro-Krise kommt wegen Italien-Wahl zurück

27.02.2013, 14:21 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de

Wirtschaftsweiser: Euro-Krise kommt wegen Italien-Wahl zurück. "Die Euro-Krise kommt mit Macht zurück", erwartet der Wirtschaftsweise Lars Feld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Die Euro-Krise kommt mit Macht zurück", erwartet der Wirtschaftsweise Lars Feld (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Ergebnis der Wahlen in Italien wird die Euro-Krise wieder verschlimmern. Das ist die Einschätzung des Wirtschaftsweisen Lars Feld. Grund ist der zu erwartende politische Stillstand wegen der uneinheitlichen und unklaren Machtverhältnisse in dem Euro-Krisenland. Italien werde deshalb nicht aus der Rezession herausfinden, sagte der Freiburger Finanzwissenschaftler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Investoren werden ihr Kapital aus Italien abziehen", sagte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - umgangssprachlich Wirtschaftsweise genannt. Dies werde sich in steigenden Risikozuschlägen für die italienischen Zinsen niederschlagen. "Damit ist die Tragfähigkeit der italienischen Staatsfinanzen erneut in Frage gestellt." Die Euro-Krise werde daher in Kürze mit aller Macht zurückkehren.

Ohne Reformen keine Hilfe für Italien

Offenbar seien die Italiener nicht bereit, den Weg der Reformen weiterzugehen, der unter Mario Monti eingeschlagen wurde, sagte Feld weiter. "Sie können jedoch nicht erwarten, dass die europäischen Partner oder die EZB ohne diese Reformbereitschaft zur Stabilisierung der italienischen Wirtschaft bereit sind."

Ähnlich sieht das auch die US-Ratingagentur Moody's, die Italien deshalb mit einer Abstufung der Bonität drohte. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) will dagegen zunächst politische Entscheidungen der künftigen Regierung abwarten, bevor sie sich eine Meinung bildet. Beide Agenturen geben Italien bereits jetzt nicht die Bestnote und stufen den Ausblick des Landes negativ ein.

Italien ist halt Italien

Der Ökonom Thomas Straubhaar warnte derweil vor Panik in Bezug auf Italien. Die drohende Unregierbarkeit sei kein Grund zu übertriebener Sorge um den Euro. Letztlich sei in Italien "nichts Neues passiert, was nicht schon 64 Mal vorher in der Nachkriegszeit geschehen ist", sagte der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Deutschlandfunk. In Italien habe es nach dem Zweiten Weltkrieg häufig Wahlen und eine ständige Suche nach Mehrheiten gegeben. "Die Instabilität war sozusagen die Stabilität der italienischen Politik", so Straubhaar.

Nach der Wahl vom Sonntag und Montag beginnt in Italien die 17. Legislaturperiode seit 1946. Auch in Deutschland wurden seit 1949 inzwischen 17 Bundestage gewählt. Doch während die Bundesrepublik in dieser Zeit mit acht Bundeskanzlern inklusive Kanzlerin Angela Merkel auskam, waren in Italien seither 25 Ministerpräsidenten im Amt, obwohl einige von ihnen immerhin auf sieben bis acht Amtszeiten kamen. Diese dauerten oft jedoch nur wenige Monate oder gar Tage.

Brüderle: Sorgen über Frankreich

Auch die Lage in Frankreich sorgt für Verunsicherung. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat sich besorgt über die wirtschaftliche Schwäche des Euro-Schwergewichts gezeigt. "Die sind gerade dabei, grandios abzustürzen", sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin mit Blick auf die düsteren Konjunktur- und Defizitprognosen für das zweitgrößte Euro-Land.

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Schon vor zwei Wochen hatte sich Brüderle in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung kritisch über Frankreich und vor allem dessen angespannter Haushaltslage geäußert: "Mit einer leistungsfeindlichen Besteuerung und der Rente mit 60 wird Frankreich nicht stabiler. Weniger sozialistische Staatswirtschaft und mehr Soziale Marktwirtschaft täten Frankreich gut", sagte Brüderle.

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