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Bankia in Spanien meldet horrendes Minus


BIP und Bankia - Neue Horrormeldungen aus Spanien

28.02.2013, 12:14 Uhr | dpa-AFX, dpa, t-online.de, sky

Bankia in Spanien meldet horrendes Minus. Die spanische Skandalbank Bankia meldet einen Mega-Verlust (Quelle: Reuters)

Die Zentrale der spanischen Bankia (Quelle: Reuters)

Keine Entwarnung in Spanien - die kriselnde spanische Großbank Bankia hat horrende Zahlen vorgelegt: Das Kreditinstitut hat im vorigen Jahr einen Rekordverlust von 19,2 Milliarden Euro erlitten. Wie das verstaatlichte Unternehmen in Madrid mitteilte, verzeichnete die Muttergesellschaft BFA ein Minus von insgesamt 21,2 Milliarden Euro. Dies sind die höchsten Verluste in der Geschichte der spanischen Finanzwirtschaft. Zudem rutscht das Land immer tiefer in die Rezession.

Geplatze Immobilien-Blase

Das Geldhaus führte die Einbußen darauf zurück, dass es 26,8 Milliarden Euro zur Sanierung seiner Bilanzen aufbringen musste. Nur zur Einordnung: Die Bank hat damit alleine mehr Geld als Hellas verbrannt. Griechenland hat 2012 sein Haushaltsdefizit von 22,8 Milliarden Euro auf 15,9 Milliarden Euro reduziert.

Bankia entstand Ende 2010 durch die Fusion von sieben spanischen Banken, die im Zuge der Immobilienkrise in Schieflage geraten waren. Im Zuge des Euro-Beitritts hatten viele Spanier mit den sinkenden Hypotheken-Zinsen spekulativ Immobilien gekauft. Dieser Bauboom war politisch gewollt, weswegen die Kreditvergabe recht lax gehandhabt wurde. Das Platzen dieser Blase und die Abschreibung fauler Kredite brachte viele Banken und Sparkassen ins Wanken.

Bankia muss Stütze zurückzahlen

Trotz der Zahlen verbreitete das Kreditinstitut nun demonstrativ Optimismus: "Wir beginnen 2013 mit einer soliden Position", sagte Bankia-Chef José Ignacio Goirigolzarri. "Wir haben eine sanierte Bilanz, eine gute Solvenz und eine ausgezeichnete Liquidität."

Das Geldinstitut stehe nun vor der Herausforderung, wieder rentabel zu werden und die vom Staat erhaltenen Hilfen zurückzuzahlen. Die BFA/Bankia-Gruppe hatte Ende Dezember 2012 von der EU Hilfskredite in Höhe von fast 20 Milliarden Euro erhalten.

4500 Jobs bei Bankia fallen weg

Die Immobilienanlagen machen nach Angaben der Bank heute noch etwa drei Prozent der gesamten Aktiva aus. Vor einem Jahr waren es noch über 17 Prozent gewesen.

Das Unternehmen will nun sein Filialnetz kräftig reduzieren und 4500 Arbeitsplätze abbauen. Es übertrug einen großen Teil seiner Aktiva im Immobiliengeschäft der staatlichen Abwicklungsgesellschaft Sareb ("Bad Bank").

Spanische Wirtschaft schrumpft weiter

Derweil schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent, wie das nationale Statistik-Institut INE in Madrid mitteilte.  Dies ist der mit Abstand stärkste Rückgang der spanischen Wirtschaftsleistung seit Beginn der Rezession Mitte 2011. Seitdem schrumpfte das spanische BIP sechs Quartale in Folge.

In einer ersten Schätzung vor einem Monat war das Statistikinstitut INE noch von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent ausgegangen. Im dritten Quartal 2012 war die spanische Wirtschaftsleistung nur um 0,3 Prozent geschrumpft.

Im gesamten Jahr 2012 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 1,4 Prozent. Die Ursache der Rezession liegt nach Angaben des INE vor allem in einer deutlich gesunkenen Inlandsnachfrage.

Preise ziehen weiter an

Weiter ist der Preisauftrieb im Februar stabil geblieben: Die Inflationsrate, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag wie im Vormonat bei 2,8 Prozent, teilte INE weiter mit. Bankvolkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

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