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Zypern gerät unter Druck: Medikamente und Benzin werden knapp


Lieferengpässe: Auf Zypern werden Medikamente und Sprit knapp

21.03.2013, 12:59 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Zypern gerät unter Druck: Medikamente und Benzin werden knapp. An vielen zyprischen Tankstellen ist nur noch Barzahlung möglich (Quelle: AFP)

An vielen zyprischen Tankstellen ist nur noch Barzahlung möglich (Quelle: AFP)

Zypern gerät immer mehr unter Druck: Die Drohung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Geldhahn für die angeschlagene Mittelmeerinsel zuzudrehen, hat erste Panikreaktionen und erneut Runs auf Geldautomaten ausgelöst. Damit nicht genug, kommt es inzwischen wegen der Schließung der Banken zu ersten Lieferengpässen bei Medikamenten. Und auch Treibstoff wird langsam knapp.

Kreditkarten nicht mehr akzeptiert

Viele Tankstellen auf Zypern nehmen nur noch Bargeld an. Auch einige Supermärkte akzeptierten keine Kreditkarten mehr. Die Geldinstitute sind wegen der schweren Finanzkrise seit sechs Tagen geschlossen. Nur Geldautomaten funktionieren.

Allerdings haben viele Menschen mittlerweile keinen Cent mehr auf ihren Girokonto, weil das Online-Bankingsystem blockiert ist und damit Gehalts- und andere Zahlungen nicht möglich sind. "Wir haben das Sparschweinchen meines Sohnes zertrümmert, um Lebensmittel zu kaufen", sagte Mairi Stylianou, eine Hausfrau in Nikosia.

Import von Arzneimitteln stockt

Medikamente sind nach Angaben des Apothekerverbandes schon seit Tagen nicht mehr importiert worden. "Wenn die Banken bis kommenden Dienstag nicht aufmachen, dann werden wir Knappheiten haben", hieß es in einer Erklärung der Apotheker in Nikosia. Der Präsident der Tankwarte der Hafenstadt Larnaka, Andreas Ioannou, ging im Fernsehen davon aus, dass die meisten Tankstellen am Wochenende schließen könnten. Die Betreiber hätten kein Geld mehr, um Spritnachschub zu kaufen.

Die maroden Geldhäuser bleiben laut Zentralbank am Donnerstag und Freitag weiter geschlossen. Da am Montag Nationalfeiertag ist, werden die Institute nicht vor Dienstag wieder öffnen. Hintergrund ist die Angst vor einem Ansturm der Kunden auf die Bankschalter.

EU sichert Hilfe zu

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat Zypern indes weiter Hilfe bei der Suche nach einem Ausweg aus der Finanzkrise zugesichert. "Wir haben in der Vergangenheit größere Probleme gelöst. Ich hoffe, dass diesmal auch eine Lösung gefunden wird", sagte Barroso auf einer Konferenz in Moskau.

Die EU-Kommission werde Zypern weiter unterstützen. Gegenwärtig liefen Konsultationen zwischen dem Inselstaat und anderen Mitgliedern der Eurogruppe, sagte Barroso. Mit mehr als einem Dutzend EU-Kommissaren führt Barroso in Moskau bis zu diesem Freitag Gespräche mit der russischen Regierung.

Verhandlungen mit Russland laufen

Dabei geht es auch um die Zypern-Krise. Er sei bereit, sich die Bedenken Russlands anzuhören, sagte Barroso. Er bestätigte, dass Russland über das Zypern-Rettungspaket der vergangenen Woche nicht vorab informiert worden sei. Der Kompromiss sei erst am Samstag zustande gekommen - ohne vorbereitete Entscheidung.

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