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Zypern-Krise lässt viele Deutsche um ihre Ersparnisse fürchten


Zypern-Krise: viele Deutsche fürchten um ihre Ersparnisse

22.03.2013, 08:56 Uhr | t-online.de, AFP, dpa-AFX

Zypern-Krise lässt viele Deutsche um ihre Ersparnisse fürchten. Politbarometer: Euro-Krise verunsichert Sparer in Deutschland (Quelle: dpa)

Politbarometer: Euro-Krise verunsichert Sparer in Deutschland (Quelle: dpa)

Die Querelen um eine Zwangsabgabe für alle Sparer auf Zypern verunsichern offenbar nicht nur die Inselbewohner. Obwohl die Bundesregierung garantierte, dass alle deutschen Spareinlagen sicher sind, drückt die Euro-Krise auf die Stimmung der Deutschen. Laut ARD-"Deutschlandtrend" macht sich jeder Zweite (48 Prozent) Sorgen um seine Ersparnisse. Das Institut Infratest dimap befragte im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" am 19. und 20. März 1008 Bundesbürger.

Des Weiteren unterstützt eine klare Mehrheit der Bundesbürger den Krisen-Kurs der Kanzlerin. 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Angela Merkel (CDU) richtig und entschlossen gehandelt hat. 39 Prozent glauben, dass die Union die Kompetenz hat, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Nur für 16 Prozent der Befragten ist die SPD die kompetentere Partei. 38 Prozent trauen keiner der beiden Parteien zu, die Krise managen zu können.

"Da muss sich hierzulande niemand Sorgen machen"

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, will derweil wegen der angespannten finanziellen Lage Zyperns die Sorgen deutscher Sparer zerstreuen. "Deutsche Sparguthaben sind von der Zypern-Krise nun wirklich nicht betroffen", sagte Fahrenschon den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".

"Da muss sich hierzulande niemand Sorgen machen", fügte er hinzu. Der deutsche Bankenmarkt sei stabil und sicher. Die meisten deutschen Banken hätten aus der Krise gelernt, sie seien hoch wettbewerbsfähig. Zudem sei das Geld deutscher Sparer im Ernstfall über die leistungsfähigen deutschen Sicherungssysteme geschützt.

EZB bereitet Schritte gegen Kapitalflucht aus Zypern vor

Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet laut einem Zeitungsbericht unterdessen Schritte zur Verhinderung einer massiven Kapitalflucht aus dem Krisenland Zypern vor. Zyperns Bürger sollten nach dem Willen der EZB für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Notenbankkreise.

Zusätzlich sei im Gespräch, die Spareinlagen vollständig einzufrieren und Überweisungen nur mit einer vorherigen Genehmigung der nationalen Zentralbank zu erlauben. Wie lange die Gelder auf den Sparkonten gesperrt werden, sei noch nicht entschieden, hieß es dem Bericht zufolge weiter.

Angst vor Bank-Run

Die EZB wolle den Kapitalverkehr auch dann reglementieren, wenn Zyperns Regierung ein Rettungspaket mit der Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) bis Anfang nächster Woche ausgehandelt habe, schrieb das "Handelsblatt". "Die Gefahr ist zu groß, dass es zu einem Ansturm auf die Banken kommt, wenn diese nach mehr als einer Woche wieder öffnen", sagte ein Notenbanker der Zeitung.

Die EZB werde dafür sorgen, dass die Kapitalverkehrskontrollen "sozialverträglich" ausgestaltet würden. Jeder Bürger werde das zum Leben notwendige Geld erhalten, hieß es. Dazu gehörten auch die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen.

Die zyprischen Banken sind seit Samstag geschlossen, um eine Massenkapitalflucht zu verhindern. Am Dienstag sollen die Institute nach bisheriger Planung wieder öffnen. Ohne einen Rettungsplan und ohne die Nothilfe der Europäischen Zentralbank müssen mehrere Geldhäuser in Zypern mit einer Pleite rechnen.

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