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Zypern: Jetzt werden Sparer wohl doch zur Kasse gebeten


Zypern: Jetzt werden Sparer wohl doch zur Kasse gebeten

24.03.2013, 10:12 Uhr | dapd, t-online.de - sia, dpa-AFX

Zypern: Jetzt werden Sparer wohl doch zur Kasse gebeten. Protest von Bankangestellten in Nikosia (Quelle: AFP)

Protest von Bankangestellten in Nikosia (Quelle: AFP)

Im Ringen um eine Rettung Zyperns vor der drohenden Staatspleite tickt die Uhr immer lauter. Jetzt sollen sich der schwer angeschlagene Inselstaat und die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) darauf geeinigt haben, doch die Sparer zu belasten. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" sollen Kunden der Bank of Cyprus mit einem Vermögen von mehr als 100.000 Euro eine einmalige Zwangsabgabe in Höhe von 20 Prozent ihres Guthabens zahlen.

Kleinsparer bleiben verschont

Bei der Bank of Cyprus lägen die meisten Guthaben reicher Ausländer, vor allem aus Russland und Großbritannien, berichtet der "Spiegel". Sparer mit einem Vermögen von weniger als 100.000 Euro sollen hingegen von einer Abgabe verschont bleiben. Die Zeitung beruft sich dabei auf Verhandlungskreise auf europäischer Ebene.

Der Kompromiss umfasst demnach außerdem eine Abgabe von vier Prozent auf Sparguthaben über 100.000 Euro bei den übrigen Geldhäusern des Landes. Ein weiteres Element der Einigung ist nach Informationen der Zeitung die weitgehende Abwicklung des zweitgrößten Instituts des Landes, der maroden Laiki-Bank.

Kunden der Laiki-Bank verlieren ihr Geld

Dabei dürften Sparkunden und andere Gläubiger nach Schätzungen im Umfeld der Troika mehr als 20 Prozent ihrer Forderungen verlieren. Allerdings sollen auch im Falle der Laiki-Einlagen Vermögen bis zu 100.000 Euro unangetastet bleiben, meldet die Zeitung weiter.

Für Zypern gebe es "nur noch harte Möglichkeiten", hatte EU-Währungskommissar Olli Rehn gestern erklärt. Jede Vereinbarung werde schmerzhaft für Zypern. Um den Staatsbankrott abzuwenden, braucht Zypern ein milliardenschweres Hilfspaket. Dafür hat die Troika Finanzhilfen von zehn Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Inselstaat unter Zeitdruck

Die erhält der Inselstaat aber nur, wenn er 5,8 Milliarden Euro als Eigenleistung erbringt. Die EZB hat der Regierung in Nikosia am Freitag ein Ultimatum bis Montagabend gestellt, um diesen Beitrag aufzubringen. Danach wollen die europäischen Notenbanker das hoch verschuldete Land nicht mehr mit Notkrediten versorgen, Zypern wäre pleite.

Der Versuch der zyprischen Regierung, die Summe durch eine Zwangsabgabe auf alle Spareinlagen einzutreiben, war zuvor im Parlament gescheitert. Bei einem Treffen am Sonntagabend wollen die Finanzminister der Eurozone über den neuen zyprischen Rettungsplan beraten.

Am Sonntagmorgen ist bereits Zyperns Staatspräsident Nikos Anastasiades nach Brüssel geflogen, um die Gespräche voranzutreiben. Das teilte Regierungssprecher Christos Stylianides mit. "Die Gespräche befinden sich in einer heiklen Phase. Die Situation ist sehr schwierig", hieß es in der Erklärung des Regierungssprechers weiter. Anastasiades wird von Finanzminister Michalis Sarris und der Führung der Zentralbank Zyperns begleitet, berichtete das Staatsradio (RIK).

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