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Daniel Gros warnt Sparer: "Konsumieren, bevor das Geld weg ist"


Top-Ökonom warnt Sparer: "Konsumieren, bevor das Geld weg ist"

29.05.2013, 12:26 Uhr | t-online.de

Daniel Gros warnt Sparer: "Konsumieren, bevor das Geld weg ist". Ökonom Daniel Gros rät den Deutschen zu mehr Konsum (Quelle: ifo-Institut/Munich Economic Summit)

Ökonom Daniel Gros rät den Deutschen zu mehr Konsum (Quelle: ifo-Institut/Munich Economic Summit)

Er arbeitete schon für den Internationalen Währungsfonds (IWF), für die EU-Kommission und für das EU-Parlament. Nun ist Daniel Gros Direktor des "Centre für European Policy Studies“ (CEPS), einer in Brüssel ansässigen Denkfabrik. Und spricht in einem Interview mit "Focus Online" Tacheles. Der Ökonom ermahnt die Deutschen, ihr Geld besser auszugeben, statt immer mehr zu sparen. Weil das Geld nicht mehr sicher sei.

Neues Bankensystem muss her

Die weltweite Finanzkrise hat unserem Finanzsystem einen Knacks gegeben. Die Schuldenstände in Europa seien so stark aufgebläht, dass ein nennenswertes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig schrumpfender Bevölkerung in der Zukunft kaum möglich ist. Daniel Gros fordert im "Focus"-Interview ein neues Bankensystem, sonst drohten insbesondere Deutschland und Europa finstere Zeiten.

"Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass viele Schuldner in die Insolvenz gehen", sagte Gros. Er fordert, dass die Einlagen künftig nur an eine Bank gehen und dann wieder ausgeliehen werden. Nicht wie derzeit, wo alle Banken pyramidenmäßig miteinander verbunden sind. "Dann hat nur diese Bank ein Problem, aber das ganze System kann es überleben." Doch dazu benötige es einer Regulierung, ein Eingreifen der Behörden. "Natürlich wehren sich die Banken dagegen, denn das würde ja ihre gewohnten Geschäfte berühren", so Gros. Außerdem würden sie wohl etwas weniger Gewinne machen.

An Zypern ein Exempel statuiert

Die Politik sei nun gefordert. Der Fall Zypern gebe ihm bereits Hoffnung. Dort habe man kleinere Banken fallen gelassen und es sei nichts passiert. "Die Märkte sind nicht zusammengebrochen." Allerdings haben seitdem viele Anleger Angst, ihre Ersparnisse zu verlieren.

Trotz Mini-Zinsen höhere Sparquoten

Gros fürchtet, dass trotz der Beteuerungen der Politiker, dass das Geld der Sparer sicher sei, diese weiter Ersparnisse anhäufen. Es könne sogar sein, dass sie "umso mehr sparen, je weniger sie bekommen", sagte Gros. "Denn wenn sich jemand bei einem Zinssatz von fünf Prozent eine Rente zusammensparen möchte, muss er 100.000 Euro sparen, um 5000 Euro an Zinsen zu bekommen. Wenn er ein Prozent Zinsen bekommt, muss er 500.000 Euro sparen, um 5000 Euro zu bekommen." Die meisten Leute, die sich jetzt eine Rente zusammensparen wollen, müssen also noch viel mehr sparen als vorher.

"Konsumieren, bevor das Geld weg ist"

Gros rät den Bürgern: "Konsumieren, bevor das Geld weg ist." Wenn die Deutschen noch etwas mit ihrem Wohlstand anfangen wollen, sollten sie jetzt ihre Häuser ausbessern und ihr Geld im Inland ausgeben. Wenn sie darauf bestehen, weiter zu sparen, werden sie wenig von ihrem Ersparten zurückbekommen. "Für Leute, die zu viel sparen wollen, sieht die Welt schlecht aus", warnte der Ökonom.

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