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Griechenland wird zum ersten Schwellenland der Eurozone


Griechenland wird erstes Schwellenland der Eurozone

13.06.2013, 08:27 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Griechenland wird zum ersten Schwellenland der Eurozone. Griechenlands Lage ist ernst wie nie (Quelle: Reuters)

Griechenlands Lage ist immer noch sehr ernst (Quelle: Reuters)

Ein riesiger Schuldenberg, dramatisch hohe Jugendarbeitslosigkeit, harter Sparkurs: Die Krise hat Griechenland fest im Griff. Und die Lage spitzt sich zu: Jetzt hat der amerikanische Anbieter von Marktindizes MSCI dem angeschlagenen Land den Status eines entwickelten Industrielandes abgesprochen.

Zum Schwellenland degradiert

Der entsprechende Aktienindex "MSCI Greece" sei auf den Status "Schwellenländermarkt" abgestuft worden, teilte MSCI in New York mit. Der griechische Finanzmarkt genüge derzeit nicht den Anforderungen, die an die Kategorie "Entwickelte Märkte" zu stellen seien, lautet die Begründung. Griechenland ist das erste Land überhaupt, dessen Aktienindex bei MSCI den Status eines entwickelten Marktes verliert.

“Es gab schon einen Abzug von Geldern und eine Flucht in 'sichere Häfen' - die Entscheidung von MSCI dürfte das verschärfen”, zitiert das "Handelsblatt" Peter Sorrentino, Vermögensverwalter bei Huntington Asset Advisors in Cincinnati. Griechenlands Herunterstufung rücke das Land wieder in den Vordergrund und zeige, dass die Krise in Europa noch lange nicht vorüber sei.

Hellas Aktienmarkt unter Druck

Griechische Aktien und Staatsanleihen reagierten mit Verlusten. Der Athex mit den 20 größten börsennotierten Unternehmen des Landes gab zwischenzeitlich um mehr als 1,3 Prozent nach. Der griechische Aktienmarkt zählt zu den weltweit schwächsten Börsen der letzten Jahre. Seitdem Athen im Jahr 2010 den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten verloren hat und von seinen Euro-Partnern mit zwei Rettungspaketen finanziell gestützt werden musste, ist die griechische Wirtschaft massiv geschrumpft.

Zuletzt hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine Debatte um zusätzliche finanzielle Erleichterungen neu entfacht. Seither stehen Staatsanleihen des Landes wieder unter Druck. Die MSCI-Aktienindizes werden laut "Handelsblatt" von Investoren mit einem Anlagevolumen von rund sieben Milliarden Dollar beachtet.

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