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Chef der Wirtschaftsweisen: Euro-Rettung wird teuer für Deutschland


Chef der Wirtschaftsweisen: Euro- Rettung wird teuer für Deutschland

20.07.2013, 09:57 Uhr | rtr

Chef der Wirtschaftsweisen: Euro-Rettung wird teuer für Deutschland. Wirtschaftsweiser Schmidt: Die Euro-Rettung wird teuer und steht auf wackligen Füßen (Quelle: imago/IPON)

Wirtschaftsweiser Schmidt: Die Euro-Rettung wird teuer und steht auf wackligen Füßen (Quelle: imago/IPON)

Die Euro-Rettung wird Deutschland teuer zu stehen kommen. Das sagte der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Angesichts der Krisenhilfe für südeuropäische Staaten dürfe sich niemand "der Illusion hingeben, es ginge für Deutschland ohne hohe Kosten", sagte Schmidt.

Darüber hinaus bremse die große Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft Europas Investoren im Inland, warnte der Ökonom, der auch Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen ist. Er schloss nicht aus, dass die erst kürzlich gesenkten Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland bei einem Aufflammen der Euro-Krise weiter nach unten korrigiert werden müssten.

Vorhersagen können schnell Makulatur werden

Diese Vorhersagen stünden "unter der Prämisse, dass es keine dramatischen Zuspitzungen gibt". Aber "ein Regierungswechsel, ein nicht akzeptiertes Reformpaket oder ein Urteil der Rating-Agenturen" könnten gravierende Folgen haben, warnte Schmidt. Vom Außenhandel könne die größte Volkswirtschaft Europas derzeit ohnehin "keinen großen Wachstumsbeitrag erwarten".

Krisenstaaten wie Griechenland sollte nach den Worten des Konjunkturexperten mit einem Schuldentilgungs-Pakt geholfen werden, der mit einer "Politik des Forderns und Förderns" verknüpft sein müsse. "Solidarität alleine wird nicht zum Ziel führen, nur Härte auch nicht", sagte der Ökonom angesichts anhaltender Proteste in Griechenland und anderen Euro-Staaten gegen harte Sparauflagen. Die Wirtschaftsweisen heißen offiziell Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und beraten die Bundesregierung.

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